Klinik für Kinder und Jugendliche

Wenn Kinder und Jugendliche medizinische Unterstützung brauchen

In der Klinik für Kinder und Jugendliche bieten wir das gesamte Spektrum der Kinder und Jugendmedizin. Wir behandeln Kinder aller Altersstufen – vom extrem unreifen Frühgeborenen bis zum Jugendlichen.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Klinik ist die Versorgung von Früh- und Neugeborenen im Rahmen des Perinatal-Zentrums Level 1. Hier betreuen wir Frühgeborene ab der vollendeten 23. Schwangerschaftswoche und einem Geburtsgewicht von circa 500g mit modernster intensivmedizinischer Technik. Auf unserer neonatologischen  Station können 20 kleine Patienten behandelt werden. Die Nachbetreuung von  Frühgeborenen und kranken Neugeborenen  erfolgt durch die Sozialmedizinische Nachsorge Bunter Kreis und die Harl.e.kin-Nachsorge. Entsprechend den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschuss wird im Alter von 2 Jahren eine neurologische Nachuntersuchung nach dem Bayleys-Test den Eltern angeboten.
 

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    Chefärztin

    Prof. Dr. med. habil.
    Eva Robel-Tillig

    Klinik für Kinder und Jugendliche

    Unsere Schwerpunkte

    Behandlung von Frühgeborenen

    Sektion für Kinder- und Jugend-Psychosomatik

    Sozialmedizinische Nachsorge Bunter Kreis

    Die Harl.e.kin-Nachsorge am Standort Bamberg

    Allergologie

    Hörstörungen

    Kinderkardiologie

    Rheumatologie

    Kinderurologie und Kindernephrologie

    Pädiatrische Gastroenterologie

    Weitere Leistungen unserer Klinik für Kinder und Jugendliche

    • Stoffwechselerkrankungen inklusive Diabetes mellitus
    • Reflux-Erkrankungen
    • Allergien aller Art
    • Erkrankungen aus dem rheumatologischen Formenkreis
    • Gastroenterologische Erkrankungen. Abklärung akuter und chronischer Erkrankungen.
    • Trichterbrust. Behandlung mittels Saugglocke als Alternative zu operativen Therapien.
    • Behandlung und Therapie von Hämangiomen
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    Besondere medizinische Diagnostik- und Behandlungsverfahren

    In der Kinderheilkunde ist die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) das bildgebende Verfahren der Wahl. Mit der Ultraschalluntersuchung werden die Kinder nicht durch Schmerzen oder Strahlung belastet. Bei Kindern können aufgrund ihrer anatomischen Besonderheiten wesentlich mehr Körperorgane durch Ultraschalldiagnostik abgebildet werden als bei Erwachsenen. Dadurch lassen sich Röntgenuntersuchungen auf ein Minimum reduzieren.

    Gute Darstellung der meisten Organe und Weichteile

    Die Kinderklinik verfügt über mehrere hochmoderne Computer-Sonographie-Geräte. Damit lassen sich nahezu alle Organe des Kindes per Ultraschall untersuchen. Sie ermöglichen die Darstellung des Gehirns bei offener und geschlossener Fontanelle sowie die Untersuchung der Kopf- und Halsweichteile. Auch Herz, Hüfte, Bauch- und Brustorgane sowie andere Weichteile des kindlichen Körpers lassen sich gut darstellen.

    Mit der sogenannten Doppler- und Farbdoppler-Sonographie kann zudem die Blutströmung in den Körpergefäßen dargestellt und gemessen werden. Hierfür stehen uns Mess-Sonden mit unterschiedlicher Frequenz (2,5 bis 15 MHz) zur Verfügung, sodass sowohl Frühgeborene als auch Kinder und Jugendliche untersucht werden können. Über dieses Verfahren lässt sich insbesonders die Kreislaufsituation der kleinen Patienten ohne invasive Verfahren, wie das Einbringen von Kathetern in den Körper, erfassen.

    Verbindungen von Hirn- bzw. Nervenzellen lassen sich in gewisser Weise mit Schaltkreisen in der Elektronik vergleichen. Die Weiterleitung von Informationen erfolgt mittels elektrischer Entladungen. Die EEG zeichnet elektrische Ströme aus dem Bereich der Hirnoberfläche auf („Hirnstromkurve“). Der Begriff EEG ist die Abkürzung von „Elektro-Enzephalo-Graphie“ und kann vereinfacht mit „Elektrische Hirnstromaufzeichnung“ übersetzt werden. Die Ableitung der Hirnströme erfolgt über Elektroden, die mit einer Haube am Kopf befestigt werden. Die Untersuchung ist ungefährlich und dauert etwa eine halbe Stunde.

    Die EEG spielt eine entscheidende Rolle bei der Diagnostik von Anfallsleiden (Epilepsie): Sie liefert wichtige Informationen über Ort und Schwere des Leidens und bildet die Grundlage zur Planung einer erfolgversprechenden Behandlung. Auch bei Kopfverletzungen, Hirnkrankheiten, Hirnhautentzündungen, Vergiftungen und Hirntumoren kommt die EEG zum Einsatz.

    Aufzeichnungen im Schlaf

    Da bestimmte EEG-Veränderungen bei Müdigkeit oder im Schlaf besser hervortreten, werden oft auch „Schlafentzugs-EEGs“ abgeleitet. In diesem Fall wird der Patient in der zweiten Nachthälfte bis zum Morgen wachgehalten (bei Kindern am besten durch die Eltern). Bei entsprechender Müdigkeit erfolgt dann während des Einschlafens die Aufzeichnung. Bei Kindern und Jugendlichen sind neben Entwicklungsstörungen häufig auch chronische Kopfschmerzen oder Krampfanfälle zu beobachten. Deshalb bieten sich Untersuchungen mittels EEG gerade in dieser Altersgruppe besonders an. In unserer Klinik für Kinder und Jugendliche führen wir pro Jahr mehr als 1.000 stationäre und ambulante EEG-Untersuchungen durch.

    Die Bronchoskopie bietet die Möglichkeit, die Atemwege zu betrachten. Mithilfe der Kehlkopfbetrachtung (Laryngoskopie), Luftröhren-Untersuchung (Tracheoskopie) und Bronchien-Untersuchung (Bronchoskopie) können Fehlbildungen und Abnormalitäten der Luftwege erkannt werden. In unserer Klinik für Kinder und Jugendliche verfügen wir über zwei bewegliche Bronchoskope, mit denen selbst Frühgeborene untersucht werden können. Die Bronchoskopie eignet sich auch zur Entfernung von Fremdkörpern aus den Luftwegen, wie beispielsweise Erdnüsse oder kleine Spielsachen.

    Der plötzliche Säuglingstod stellt die häufigste Todesursache bei ansonsten gesunden Neugeborenen dar. Die Häufigkeit beträgt 0,5 bis 1 pro 1.000 lebend geborene Kinder.  Der Erforschung des plötzlichen Säuglingstods messen wir große Bedeutung bei. Deshalb führen wir an unserer Klinik bei entsprechenden Risikopatienten bestimmte Untersuchungsprogramme durch. Zur Diagnostik stehen uns verschiedene Techniken und Methoden zur Verfügung: Dopplersonographie der Hirnbasisgefäße, Schlaflabor, EKG, EEG und pH-metrie.

    1. Dopplersonographie der Hirnbasisgefäße

    Die Dopplersonographie ist ein besonderes Ultraschallverfahren: Damit kann die Blutströmung in den Hirnbasisgefäßen gemessen werden, die den Hirnstamm (Sitz des Atem- und Kreislaufzentrums) mit Blut versorgen. Mit der Methode lässt sich nachweisen, ob die Blutströmung in den genannten Gefäßen abhängig ist von der Körperlage und Drehung des Kopfes. Bei Risikopatienten kann es in Bauchlage und Drehung des Kopfes zu einem starken Abfall der Blutströmung in den Hirnbasisarterien kommen. Eine Minderdurchblutung des Atem- und Kreislaufzentrums kann dann zum plötzlichen Kindstod führen.

    Für alle Eltern, deren Kindern in der Frauenklinik Bamberg geboren wurden, ist diese Untersuchung kostenlos. Säuglinge, die in anderen Einrichtungen entbunden wurden, können nach Überweisung durch den Kinderarzt ebenfalls untersucht werden.

    2. Schlaflabor

    Im Schlaflabor werden alle lebenswichtigen Funktionen des Kindes überwacht und computergestützt aufgezeichnet. Dieses – auch Polysomnographie genannte – Verfahren misst vor allem Herztätigkeit, Hirnströme, Atmung und den Sauerstoffgehalt des Blutes. Dazu wird das Kind an verschiedene Monitore angeschlossen, um eine komplette Schlafperiode aufzuzeichnen. In der Auswertung zeigt sich, ob es während der Nacht zu Atempausen oder einer Atmungsbehinderung der oberen Luftwege kommt. Die Aufzeichnungen erfassen zudem auch Herzrhythmus-Störungen und Störungen der Hirnströme. Die Durchführung der Polysomnographie erfolgt durch OA Dr. U. Glöckel.

    3. EKG

    Mit der Elektro-Kardiographie (EKG) kann das Long-QT-Syndrom erfasst werden; eine besondere Form der Herzrhythmusstörung, die zum plötzlichen Kindstod führen kann. Im positiven Fall kommt eine medikamentöse Behandlung mit Beta-Blockern zur Anwendung.

    4. pH-metrie

    Der Rückfluss von Nahrung aus dem Magen in die Speiseröhre kann zur Einatmung des Speisebreis führen – möglicherweise eine weitere Ursache für plötzlichen Kindstod. Mit der pH-Metrie kann dieser Rückfluss nachgewiesen werden.

    Ein häufiges Problem bei Säuglingen ist ein vermehrtes Spucken oder Erbrechen. Gelegentlich kann dies auch noch bei älteren Kindern vorkommen. Die Ursache kann ein Rückfluss (Reflux) von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre sein.

    Bis zu einem gewissen Grad ist dieser Rückfluss normal. Bei vermehrtem Auftreten kann es jedoch zu ernsthaften Krankheitserscheinungen kommen. Diese reichen von Trinkschwierigkeiten, schlechter Gewichtszunahme oder auffälligen Schreianfällen bei Säuglingen bis zu schmerzhaften Entzündungen der Speiseröhre. Auch ein vermehrtes Auftreten von Entzündungen der Bronchien (Bronchitiden) und asthmatischen Beschwerden bei älteren Kindern können die Folge sein. Zudem kann der Rückfluss von Speise aus dem Magen in die Speiseröhre eine mögliche Ursache des plötzlichen Kindstodes sein.

    Nachweis durch Messung des Säuregehalts

    Durch die sogenannte pH-Metrie kann der saure Rückfluss von Speisebrei in die Speiseröhre nachgewiesen werden. Dazu wird der Säuregehalt in der Speiseröhre über einen Zeitraum von 24 Stunden gemessen. Die Messung erfolgt mittels einer kleine Sonde, die sich an der Spitze eines dünnen Plastikschlauches befindet. Dieser Schlauch wird über die Nase eingeführt und bis in die untere Speiseröhre vorgeschoben. Das Legen der Sonde dauert nur wenige Minuten. Sobald diese richtig platziert ist, können sich die Kinder für den Zeitraum der Messung ganz normal bewegen und gefüttert werden. Weitere Diagnosemöglichkeiten bieten die Ultraschall-Untersuchung (Sonographie) der unteren Speiseröhre und des Magens sowie die Röntgen-Breischluck-Untersuchung der Speiseröhre.

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    Unser Team

    Bild von Prof. Dr. med. Karl Heinz Deeg

    Leiter Kinderkardiologie und Sonographie

    Prof. Dr. med.
    Karl Heinz Deeg

    Klinik für Kinder und Jugendliche

    Bild von Dr. med. Ulrich Glöckel

    Oberarzt

    Dr. med.
    Ulrich Glöckel

    Klinik für Kinder und Jugendliche

    Bild von Dr. med. Alfons Wolf

    Oberarzt

    Dr. med.
    Alfons Wolf

    Klinik für Kinder und Jugendliche

    Bild von Dr. med. Meinhard Schatz

    Oberarzt

    Dr. med.
    Meinhard Schatz

    Klinik für Kinder und Jugendliche

    Bild von Dr. med. Nadja Hofmann

    Oberärztin

    Dr. med.
    Nadja Hofmann

    Klinik für Kinder und Jugendliche

    Bild von Robert Krause

    Stationsleitung – Allgemeinstation 4 A/B


    Robert Krause

    Klinik für Kinder und Jugendliche

    Bild von Kerstin Sures

    Stationsleitung – Allgemeinstation 4 C/D


    Kerstin Sures

    Klinik für Kinder und Jugendliche

    Bild von Martina Oppel

    Case Management und Koordination Bunter Kreis


    Martina Oppel

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    Margit Zerbach

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    Silvia Kaiser

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