Medizinische Klinik II: Gastroenterologie, Gastroenterologische Onkologie, Hepatologie, Diabetologie, Stoffwechsel, Infektiologie

Ihre Spezialisten für sämtliche Erkrankungen der Verdauungsorgane

Seit dem 1. Januar 2021 steht die Medizinische Klinik II unter der Leitung von Prof. Dr. med. Felix Gundling. Wir freuen uns, mit unserem Team aus breit ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten für Sie da zu sein – rund um die Uhr. Die Behandlung sämtlicher Erkrankungen der Verdauungsorgane hat hier am Klinikum Bamberg eine lange Tradition. 

Ein Schwerpunkt unserer Klinik ist die interventionelle Endoskopie. Unsere Endoskopie ist eine der größten Abteilungen in der Region und nach modernstem Standard ausgestattet und bietet neben hochauflösender Videoendoskopie auch High-End-Sonografie und ein gastroenterologisches Funktionslabor. Hier können wir das ganze Spektrum endoskopischer Untersuchungen für die Diagnostik und Therapie von Krankheiten in Speiseröhre, Magen-Darm-Trakt, Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase und Gallenwege abbilden.

Alle Eingriffe werden von 8 langjährig erfahrenen und engagierten KollegInnen mit der Schwerpunktbezeichnung „Gastroenterologie“ durchgeführt, die sich auf  Erkrankungen der Inneren Medizin und der Verdauungsorgane spezialisiert haben.

Als weiteren Schwerpunkt bieten wir sämtliche chemotherapeutische Verfahren zur Therapie von bösartigen Erkrankungen des Verdauungstraktes an. Für eine optimale Versorgung von Patienten mit bösartigen Erkrankungen der Verdauungsorgane arbeiten wir intensiv vor allem mit unseren chirurgischen und radiologischen Kollegen zusammen. Darüber hinaus kooperieren wir eng verzahnt mit allen anderen Abteilungen. In kollegialer Absprache entscheiden wir dann über die beste individuelle Therapieoption.

Neben Endoskopie, Sonographie, Funktionsdiagnostik (Untersuchung von Motorik und Sekretion) und der Behandlung aller bösartige Erkrankungen des Verdauungstraktes behandeln wir auch Patienten mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus und können Patienten durch enge interdisziplinäre Zusammenarbeit gezielt bei der unterschiedlichen Ernährungsgestaltung unterstützen.

Außerdem befassen wir uns mit Infektionserkrankungen (Infektiologie). 2 ärztliche KollegInnen haben die Weiterbildung für die Schwerpunktbezeichnung Infektiologie absolviert.

Extrem wichtig ist uns dabei eine enge Zusammenarbeit mit dem freundlichen Pflegeteam, aber auch mit Psychologen und Sozialarbeitern, die vor allem bei Krebserkrankungen eine wichtige Rolle spielen.

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Chefarzt der Medizinischen Klinik II

Prof. Dr. med.
Felix Gundling

Medizinische Klinik II

Unsere Schwerpunkte

Endoskopische Diagnostik

Endoskopische Therapie

Ultraschallzentrum (Sonographie)

Tumorerkrankungen

Erkrankungen von Speiseröhre, Magen und Darm

Diabetes und Stoffwechsel

Infektions-Erkrankungen

Funktionsuntersuchungen

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

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Fort- und Weiterbildung

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Unsere Qualitätszahlen

Die Diagnose einer bösartigen Erkrankung im Bereich der Verdauungsorgane (Gastroenterologie) ist für Patienten und Angehörige ein tiefer Einschnitt in ihr Leben. In unserer Klinik setzen wir alles daran, jedem einzelnen Patienten die bestmöglichen Behandlungsverfahren zu ermöglichen. Dazu gehören moderne Antikörpertherapien, spezielle endoskopisch-interventionelle Behandlungen sowie besondere, an die jeweiligen Erfordernisse angepasste Chemotherapien.

Unsere intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit, die weit über die regelmäßige Tumorkonferenz hinausgeht, bietet dazu die idealen Voraussetzungen. Auch bei unseren Patienten mit entgleistem Diabetes pflegen wir eine enge Kooperation mit Hausarzt, niedergelassenen Diabetologen, Diabetesberatung, Ernährungsteam, Gefäßmedizin, Physiotherapie, Selbsthilfegruppen und ambulanten Einrichtungen.

Weitere wichtige Schwerpunkte betreffen die Diagnostik und Therapie von Patienten mit Infektions-Erkrankungen sowie die Behandlung von übergewichtigen Patienten. Auch sie profitieren von unserer speziell geeigneten Ausstattung und Diagnostik (u. a. spezielle Pflegebetten, schwerlastfähige ERCP, CT).

Kontrastmittel-Sonographie

Diese Form des Ultraschalls setzen wir vor allem zur differenzierten Beurteilung von unklaren Leberherden ein. Sie kann auch bei der Endosonographie hilfreich sein.

Färbe- und Zoom-Techniken

Sie ermöglichen uns eine besonders detailgenaue Betrachtung des Magen-Darm-Traktes. Die computerisierte virtuelle Chromoendoskopie dient der verbesserten Unterscheidung zwischen gut- und bösartigen Gewebeabschnitten. Wir setzen sie vor allem im Bereich der Speiseröhre und des Magens ein, mitunter auch unterstützend im Dick- und Enddarmbereich oder zur Darmkrebs-Früherkennung.

ERCP (endoskopisch-retrograde Cholangio-Pankreatikographie)

Dieser endoskopisch-interventionelle Eingriff dient zur Behandlung von Engstellen (Stenosen), Steinen oder Tumoren der Gallenwege oder der Bauchspeicheldrüse (Pankreas).

ESWL (extrakorporale Stoßwellenlithotripsie)

Übergroße Steine der Gallenwege oder der Bauchspeicheldrüse werden vor ihrer endoskopischen Entfernung mittels ESWL zerkleinert.

Photodynamische Therapie (PDT)

Für ausgewählte Patienten mit Tumoren der Gallenwege im Bereich der Lebergabel („Klatskin-Tumore“) bieten wir als eine von wenigen deutschen Kliniken die photodynamische Therapie (PDT) an. Hierbei werden mittels ERCP nach Lichtsensibilisierung die Tumorzellen mit gezielter Laserbestrahlung zerstört. Alternativ kann die Radiofrequenz-Ablation eingesetzt werden.

Miniaturisiertes Cholangioskop

Zur direkten Betrachtung von Veränderungen der kleinen Gallenwege oder des dünnen Bauchspeicheldrüsen-Ganges setzen wir ein miniaturisiertes Cholangioskop ein.

Mukosektomie oder Submukosa-Dissektion

Durch Entfernung der oberflächlichen Schleimhautschichten mittels Mukosektomie (EMR, endoskopische Mukosa-Resektion) oder Submukosa-Dissektion (ESD, endoskopische Submukosa-Dissektion) können wir auch großflächige Polypen oder besondere Frühstadien von Krebserkrankungen (Frühkarzinom) endoskopisch erfolgreich ohne große Operation behandeln.

Dünnkalibrige Endoskope

Für die in Kooperation mit der Kinderklinik durchgeführten endoskopischen Untersuchungen und Behandlungen von Babys und (Klein-)Kindern verfügen wir, neben entsprechender ärztlicher Expertise, auch über spezielle, dünnkalibrige Endoskope.

Endosonographie

Die Endosonographie dient der hochauflösenden Beurteilung der Wandschichten des Magen-Darm-Traktes, aber auch benachbarter Organe wie Bauchspeicheldrüse (Pankreas) oder Gallengang (Choledochus) sowie der Lymphknoten. Unklare Befunde können gezielt punktiert werden, sodass eine Beurteilung der Zellen und Gewebe ermöglicht wird. Pseudozysten der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) werden – meist nach endosonographischer Detailbeurteilung – endoskopisch gezielt in den Magen oder Darm abgeleitet, um Schmerzen, Infektionen oder ein Abdrücken der Nahrungspassage zu verbessern. Zur endoskopischen Entfernung von Nekrosen (abgestorbenes Bauchspeicheldrüsen-Gewebe nach Entzündung) werden transgastrale Metallstents (LAMS = lumen appposing metal stents) eingelegt.

Kapselendoskopie, Doppelballon-Enteroskopie und Intestinoskopie

Für den bis vor wenigen Jahren endoskopisch kaum erreichbaren, etwa 5 Meter langen Dünndarm setzen wir neben der drahtlosen Kapselendoskopie auch die Doppelballon-Enteroskopie und die Intestinoskopie ein. So lassen sich Blutungen, Engstellen, Entzündungen oder Tumore entdecken und – wenn möglich – auch auf diesem Wege behandeln.

Spezial-Clips und Argon-Plasma-Koagulator

Zur Blutstillung im Magen-Darm-Bereich setzen wir neben der Einspritzung von Gewebeklebern vor allem auch spezielle Clips („Ovesco“ = over-the-scope) oder den Argon-Plasma-Koagulator ein.

Ligatur und Sklerosierung

Krampfadern (Varizen) der Speiseröhre oder des Magens werden entweder unterbunden (Ligatur) oder unterspritzt (Sklerosierung).

Manometrie und pH-Metrie

Zur Untersuchung von Bewegungsstörungen (Motilitätsstörungen) der Speiseröhre nutzen wir unsere hochauflösende („high-resolution“) Manometrie, die Messung des Säuregehalts erfolgt mittels 24-Stunden-pH-Metrie.

Endoskopische Divertikelspaltung

Ausbuchtungen (Zenker-Divertikel) der Speiseröhre können endoskopisch gespalten werden.

Ballons und Stents

Engstellen im Magen-Darmbereich, in den Gallenwegen oder auch im Bauchspeicheldrüsen-Gang werden mittels Ballons oder Bougies dilatiert. Falls erforderlich, legen wir zur Überbrückung einen Stent aus Plastik oder Metallgeflecht ein.

Sonden zur enteralen Ernährung

Zur enteralen Ernährung erforderliche Sonden werden von uns endoskopisch oder, falls dauerhaft erforderlich, perkutan-gastral (PEG) eingelegt, mitunter auch in den Dünndarm („PEJ“).

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn

Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn kann durch eine exakte Beurteilung der Ausdehnung und Ausprägung der Entzündung eine gezielte medikamentöse Therapie eingeleitet werden. Im akuten Schub erfordern diese Erkrankungen häufig unsere interdisziplinäre Beurteilung und Behandlung. Moderne Antikörper und Medikamente zur Beeinflussung des überschießenden Immunsystems können in den meisten Fällen Operationen vermeiden. Ergänzend setzen wir zur Darmbeurteilung auch die Ultraschalldiagnostik ein.

Endoskopische Fremdkörperentfernung

Zur Entfernung von Fremdkörpern im Magen-Darm-Trakt verwenden wir ein großes Arsenal an endoskopischen Hilfsmitteln und Zusatzinstrumenten.

  • Diagnostik und endoskopische Therapie (ESD, Submukosa-Dissektion, EMR, Mukosaresektion, FTRD, Vollwand-Resektion („full thickness resection device“) von übergroßen Polypen und Früh-Karzinomen der Speiseröhre, des Magens, Dünn- oder Dickdarmes.
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa über die Chromoendoskopie, Stenosentherapie, medikamentöse Standardbehandlung bis hin zur Antikörpertherapie und Apherese (Blutwäsche)
  • Behandlung der Leberzirrhose und ihrer Komplikationen (Bauchwassersucht / Ascites), Krampfadern (Varizen) der Speiseröhre oder des Magens, Verwirrtheit (Enzephalopathie)
  • Ultraschall-Differentialdiagnostik von Leberherden mit Kontrastmittelsonographie
  • Duplexsonographie (Ultraschallverfahren, mit dem der Blutfluss farbig dargestellt wird sowie Flussrichtung und Fließgeschwindigkeit des Blutes beurteilt werden können) zur Beurteilung der Leberdurchblutung
  • Sonographisch gesteuerte Punktionen mittels Feinnadeln
  • Sonographisch gesteuerte Einlage von Drainagen (z. B. bei Leberabszessen)
  • Endosonographische Diagnostik und Punktion
  • Chronische Cholestase (z. B. primär-biliäre Cholangitis, primär-sklerosierende Cholangitis, autoimmune Cholangitis)
  • Vorbereitung zur Leber-Transplantation in enger Kooperation mit den Transplantationszentren
  • TIPS (Transjugulärer intrahepatischer Stent-shunt)
  • Behandlung von Leber-Tumoren (Hepatozelluläres Karzinom, andere seltenere Lebertumore) mit Antikörpern, Chemoembolisation (TACE), Laserzerstörung, Alkoholinjektion oder operativer Resektion
  • Akute und chronische Bauchspeicheldrüsen-Entzündung (Pankreatitis), ggf. endoskopisch-interventionell mit Stents, Pseudozystendrainagen, Nekrosektomien, Steinextraktionen, ESWL, Schmerztherapie
  • Diagnostik (Sonographie, Endosonographie, endosonographische Punktion, ggf. weitere Bildgebung) bei gut- oder bösartigen Tumoren der Bauchspeicheldrüse
  • Diagnostik und Therapie bei neuroendokrinen Tumoren (NET) der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
  • Differentialdiagnostische Abklärung unklarer Krankheitsbilder
  • Spezielle Expertise in der Diagnostik und Behandlung heimischer und tropischer Infektionserkrankungen

 

  • Individuell abgestimmte, leitliniengerechte und modernste Chemo- und Antikörpertherapie bei Tumoren des Magen-Darm-Traktes (Darmkrebszentrum Bamberg), der Leber und der Bauchspeicheldrüse (Interdisziplinäre Tumorkonferenz), in besonders enger interdisziplinärer Abstimmung mit der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Strahlentherapie, der Radiologie, der Klinik für Hämatoonkologie und internistische Onkologie sowie niedergelassenen Onkologen
  • Transarterielle Chemoembolisation (TACE) von Leber-Metastasen in Kooperation mit der Radiologie
  • Vorbehandlung vor Leber-Teilresektion in Abstimmung mit der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und der Radiologie
  • Umfassende Vorbereitung zur Leber-Transplantation in enger Abstimmung mit dem Transplantationszentrum
  • Perkutane transhepatische Cholangiodrainage (PTCD): Oft wird in enger Zusammenarbeit mit der Radiologie ein Katheter zur Ableitung aufgestauter Gallenflüssigkeit nach außen oder nach innen in den Darm eingelegt
  • Transjugulärer intrahepatischer Stent-Shunt (TIPS): in Zusammenarbeit mit der Radiologie wird ein Stent zwischen Pfortader und Leber-Vene eingebracht. Dies entlastet einen Hochdruck im Pfortadersystem, vor allem bei Leberzirrhose.
  • Immun-Apherese bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen in Kooperation mit der Medizinischen Klinik III (Nephrologie)
  • Endoskopische Diagnostik und Therapie bei Kleinkindern und Jugendlichen in Kooperation mit der Klinik für Kinder und Jugendliche
  • Diagnostik und Therapie der analen Inkontinenz im interdisziplinären Kontinenzzentrum

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