Forschungsfokus: Integrative Medizin

Startschuss für Kooperationsprojekt zur Erforschung der Integrativen Medizin in Bayern

Naturheilkunde und Schulmedizin werden von vielen Patienten nicht als Gegensatz sondern als einander ergänzende Behandlungsansätze gesehen. „70% der Bevölkerung in Deutschland hat bereits eigene Erfahrung mit Naturheilmitteln gemacht“, so Prof. Dr. Jost Langhorst, Chefarzt der Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde. Die Akzeptanz auf Patientenseite ist hoch. Dennoch sind naturheilkundliche und integrative Behandlungsverfahren häufig gewissen Vorbehalten von schulmedizinischer Seite ausgesetzt. 
Um diesen Vorbehalten wissenschaftliche Fakten entgegensetzen zu können, fördert das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege seit Anfang des Jahres das Projekt IMBAY-2020 – Integrative Medizin in Bayern 2020. Die Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde am Klinikum Bamberg führt das Projekt in enger Kooperation mit der Universität und dem Universitätsklinikum Würzburg durch. 
Unter der Leitung von Prof. Dr. Jost Langhorst wird am Klinikum am Bruderwald eine Interventionsstudie durchgeführt. Ihr Ziel ist es, ein multimodales Programm zur Stressreduktion und Verbesserung des Lebensstils bei der schweren entzündlichen Darmkrankheit Morbus Crohn zu untersuchen. Das 60-stündige Tagesklinikprogramm beinhaltet Seminare und praktische Übungen zu Stressbewältigung, Achtsamkeit, Ernährung und Bewegung. Ein Schwerpunkt liegt auf naturheilkundlichen Anwendungen und Selbsthilfestrategien.
Ziel des Projekts ist es, Schulmedizin und Naturheilkunde in Zukunft noch besser in Kombination zum Wohle der Patienten einsetzen zu können und so das „Beste aus zwei Welten“ miteinander zu verbinden.
 

Fragen und Kontakt:

Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde

Tel: 0951 503-11251

IntegrativeMedizin@sozialstiftung-bamberg.de