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Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

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Kollegiale Hilfe

bei psychisch belastenden Extremsituationen am Arbeitsplatz

Mitarbeitende in Krankenhäusern sind häufig mit schweren psychischen Belastungen konfrontiert. Diese können die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten übersteigen und mit starker Verunsicherung verbunden sein. Oft fällt es den Betroffenen schwer, eigene Belastungsgrenzen anzuerkennen, da dies mit Schwäche und persönlichem Versagen gleichgesetzt wird. Jedes Ereignis, das einen Menschen unvorbereitet an die eigenen Grenzen der Bewältigung führt und das Gefühl von Sicherheit und Kontrolle bedroht, kann zur Traumatisierung führen und langfristig krank machen. Mitarbeitende, die ein belastendes Erlebnis im Rahmen ihrer Arbeit hatten, werden systematisch durch ein multiprofessionelles, kollegiales Hilfeteam aus fachlich geschulten Kräften unterstützt.

Kollegiale Hilfe

bei psychisch belastenden Extremsituationen am Arbeitsplatz

Sie hatten ein außerordentlich belastendes Erlebnis im Rahmen Ihrer Arbeit, waren z.B. mit dem unerwartet dramatischen Verlauf einer Behandlung, dem Suizid eines Patienten oder einem gewaltsamen Übergriff konfrontiert. Sie fühlten sich dabei hilflos und verzweifelt.

Sie leiden seitdem

  • unter Unruhe und Anspannung,
  • können schlecht schlafen
  • spüren Angst und Schuldgefühle.

Das Geschehene geht Ihnen nicht mehr aus dem Kopf. Sie fühlen sich wie betäubt.

Sie kennen sich selbst nicht wieder.
 

Ein Trauma ist ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Diese Ereignisse können in einem Menschen extremen Stress auslösen und Gefühle der Hilflosigkeit oder des Entsetzens erzeugen.

Die Verarbeitung eines Traumas erfolgt in Phasen: Innerhalb der ersten 48 Stunden nach einem traumatischen Ereignis kommt es in der Regel zu einer akuten Belastungsreaktion (Schockphase) mit den beschriebenen Symptomen.

In der Regel schließt sich eine Verarbeitungsphase an, in der das traumatische Erlebnis bewältigt wird. Gelingt dieser Prozess nicht, so kann es zu schweren gesundheitlichen Folgen kommen. Deshalb ist frühzeitige Unterstützung unbedingt notwendig.

Belastungsreaktionen sind kein Zeichen von Unprofessionalität oder Schwäche, sondern menschliche Reaktionen auf außergewöhnliche Ereignisse!

Je früher ein Mitarbeiter oder ein Mitarbeiterteam in dieser Situation Unterstützung bekommt, desto effektiver kann Traumafolgestörungen vorgebeugt werden.
 

Ein multiprofessionelles Team der Sozialstiftung Bamberg aus entsprechend geschulten Fachkräften - Diplom-Psychologen, Seelsorger, psychiatrische Fachpflegekräfte unterstützt bei der Verarbeitung von Belastungen, z.B. durch Einzel- und Gruppengespräche, in denen Bewältigungsstrategien und bei Bedarf auch weiterführende Hilfsangebote vermittelt werden.

Es kann unmittelbar nach dem Erlebten als auch zu einem späteren Zeitpunkt hinzugezogen werden.

Alle Gespräche unterliegen der Schweigepflicht.

Bitte beachten Sie: 
Nicht zuständig ist das Team z.B. bei:

  • Mobbingerfahrungen
  • Teamkonflikten
  • Privaten Krisen
  • Arbeitsüberlastung

Das Team ist erreichbar über die Telefonnummer:

26080

Rückruf erfolgt Mo. bis Fr. innerhalb von 24 Stunden