Schwer und chronisch psychisch Erkrankte, welchen bisher nur unzureichend geholfen werden konnte, werden in unserer Klinik nichtinvasive Stimulationsverfahren angeboten, mit denen die Hirnfunktion durch Magnetfelder oder elektrische Entladungen normalisiert werden kann. Unsere Ärzte führen täglich etwa zwei Dutzend Behandlungen mit hervorragenden Therapieeffekten durch.

Dieses seit Jahrzehnten bekannte und hocheffektive Therapieverfahren arbeitet mit der Induktion überschwelliger Entladungen der Nervenzellen des Gehirns im Sinne eines kurzen Krampfanfalls. Eine hohe Erfolgsquote von 70 Prozent bei sonst schwer behandelbarer Patienten mit Depression und schnelle Wirkungen bei schwerer wahnhafter oder stuporöser Depression sowie katatoner oder schwer behandelbarer, produktiver Schizophrenie zeichnen dieses Therapieverfahren aus.
Unsere Klinik ist Qualitätszentrum für die EKT-Behandlung. Täglich behandelt ein multiprofessionelles Team bis zu ein Dutzend Patienten nach einem streng strukturierten Vorgehen und modernsten Anwendungsparametern. In den vergangenen 20 Jahren wurde keine einzige schwerwiegende, unerwünschte Wirkung beobachtet, vielmehr immer wieder eine deutliche Verbesserung der Beschwerden erreicht.
Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) eignet sich zur gezielten Stimulation bestimmter Hirnareale und der damit verbundenen Nervennetzwerke. Insbesondere Patienten mit schwer behandelbaren depressiven Erkrankungen oder chronischen Ohrgeräuschen (Tinnitus) können von der rTMS profitieren.
Bei dieser Therapiemethode wird ein bestimmtes magnetisches Feld mittels einer stromdurchflossenen Spule aufgebaut. Dabei entstehen Impulse mit einer Dauer von Millisekunden. In wiederholten (repetitiven) Serien können sie den Schädelknochen ohne jegliche Schädigung nahezu verlustfrei durchdringen und einen biologischen Stromfluss im Hirngewebe auslösen.
Über die Impulse lässt sich die Aktivität der dortigen Nervenzellen stimulieren (bei Depression) oder dämpfen (bei Tinnitus). Die wissenschaftliche und klinische Erfahrung zeigt eine nahezu hundertprozentige Verträglichkeit dieses Verfahrens; die Besserungschancen für den Patienten liegen bei etwa 60 Prozent.
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