Entzündliche Erkrankungen der Wirbelsäule

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Rückenschmerz ist nicht gleich Rückenschmerz

Eitrige (bakterielle) Entzündungen der Wirbelsäule und der Bandscheiben zählen zu den eher seltenen Ursachen für Rückenschmerzen. Die Betroffenen klagen meist über starke Rückenschmerzen unter Belastung, aber vor allem auch während der Nacht. Gut die Hälfte der Patienten entwickeln Fieber und berichten von nächtlichen Schweißausbrüchen.

Eine weitere entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule ist die sogenannte Spondylodiszitis. Sie befällt die Grund- und Deckplatten der Wirbelkörper und die dazwischenliegende Bandscheibe. Häufig liegt dieser Erkrankung eine Entzündung des Wirbelkörpers (Spondylitis) zugrunde. Die Spondylodiszitis ist eine eher selten auftretende Erkrankung: auf eine Million Menschen entfallen etwa vier Krankheitsfälle. Dabei sind die meisten Patienten über 50 Jahre alt.

Als Risikogruppe gelten Diabetiker, Patienten mit einer reduzierten Immunabwehr oder Patienten nach medizinischen Eingriffen. Meist sind Bakterien, die eine eitrige Lungen- oder Harnwegsentzündung  auslösen, die Ursache: über Blut- oder Lymphbahnen werden sie vom primären Entzündungsherd zur Wirbelsäule verschleppt und siedeln sich dort an. In der Folge kann es dann zu Abszessen und Einschmelzung von Wirbeln und Bandscheiben kommen.

Im schlimmsten Fall kann die Infektion in den Rückenmarkskanal einbrechen und dort zu schweren neurologischen Komplikationen wie Lähmungen und / oder Gefühlsstörungen führen. Die eitrige Wirbelsäulenentzündung stellt, je nach Ausprägung und Allgemeinzustand des Patienten, eine unter Umständen lebensbedrohende Erkrankung dar. 

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