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Klinik für Thoraxchirurgie: Lungenkrebs / Lungenkarzinom

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Die Experten bei Lungenkrebs

Der Lungenkrebs, auch bekannt als Lungenkarzinom oder Bronchialkarzinom, ist einer der häufigsten bösartigen Tumore beim Mann. Allerdings hat sich auch bei den Frauen die Häufigkeit von Lungenkarzinomen in den letzten Jahren deutlich erhöht. Dabei zeigen sich verschiedene Ausprägungen dieser Erkrankung; sie unterscheiden sich teilweise sehr deutlich in ihrem Auftreten, Krankheitsverlauf, Therapie und Behandlungserfolg.

Die wichtigste Unterscheidung des Lungenkrebses ist die Unterscheidung in das sogenannte kleinzellige und nicht-kleinzellige Lungenkarzinom.

Krankenschwester misst den Blutdruck

Behandlung Lungenkrebs

Neben der Ernährung oder einer erblichen Veranlagung ist das Rauchen immer noch eine der häufigsten Ursachen für Lungenkrebs. Auch die Inhalation von giftigen und belasteten Dämpfen oder Stäuben im Bereich des Arbeitsplatzes sowie die zunehmende Umweltverschmutzung haben einen großen Einfluss auf unseren Organismus. Meist ist es das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, das für die Entstehung von Lungenkrebs verantwortlich ist.

Der größte Risikofaktor für das Entstehen eines Lungenkarzinoms ist das Rauchen. Die vielen schädlichen Substanzen im Zigarettenrauch, die mit jeder Zigarette inhaliert werden, wurden wissenschaftlich analysiert. Dabei zeigte sich zum einen, dass das Lungenkrebs-Risiko für Raucher immer abhängig von der Anzahl der gerauchten Zigaretten pro Tag und der Zahl der sogenannten Raucherjahre ist. Zum andern kann das Risiko, später einmal an Lungenkrebs zu erkranken, bei Rauchern auf das 20- bis 30-fache gegenüber Nichtrauchern ansteigen. Etwa jeder zehnte Raucher erkrankt im Laufe seines Lebens an Lungenkrebs. 

Dabei sind jugendliche Raucher besonders gefährdet: je früher ein Mensch mit dem Rauchen beginnt, desto höher ist das spätere Risiko ist, an Lungenkrebs zu erkranken. Die Betroffenen erkranken im Durchschnitt etwa 30 bis 40 Jahre nach Beginn des Rauchens an einem bösartigen Tumor der Lunge. Auch das Passivrauchen spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle und erhöht das Risiko deutlich.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht für Raucher: Das Aufhören lohnt sich zu jeder Zeit! Innerhalb von 10 Jahren sinkt das Lungenkrebs-Risiko vom 15-fachen auf das 5-fache eines Nichtrauchers. Nach 15 Jahren ist das Risiko nur noch doppelt so hoch im Vergleich zum Nichtraucher.

Neben dem Tabakkonsum gibt es weitere Risikofaktoren wie Umweltverschmutzung, Arbeitsplatz, Ernährung und Vererbung. Zum Beispiel kann eine sehr hohe Belastung der Außenluft mit Schadstoffen wie Feinstaub und Dieselruß das Lungenkrebsrisiko leicht erhöhen. Im Berufsleben kann es  – je nach Tätigkeit – zu unbeabsichtigten Kontakten mit verschiedenen chemischen Substanzen kommen (z. B. Asbest, Arsen, Chrom, Nickel oder aromatische Kohlenwasserstoffe). Auch diese können bei stärkerer und längerer Inhalation das Lungenkrebsrisiko erhöhen.

Gesunde Ernährung kann einen Einfluss auf die Entstehung oder den Verlauf einer Erkrankung haben. Deshalb sollte man immer auf eine ausreichende und gesunde Ernährung mit Obst und Gemüse achten (Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel können dies in keiner Weise ersetzen).

Auch Genbestand und Vererbung scheinen bei Entstehung und Verlauf einer Tumorerkrankung eine wichtige Rolle zu spielen. In den letzten Jahren werden zunehmend Genveränderungen entdeckt, die das Risiko an einem bösartigen Tumor zu erkranken, erhöhen.

In sehr frühen Stadien sind die meisten Patienten frei von Beschwerden. Später kann sich ein über viele Wochen therapieresistenter Husten zeigen oder die Verschlimmerung eines chronischen Hustens. Auch ein Husten mit Auswurf (mit und ohne Blutbeimengungen) ist ein mögliches Anzeichen. Weitere Symptome können Schmerzen im Bereich der Thoraxwand, Atemnot in Ruhe oder bei Belastung sowie eine plötzlich Heiserkeit sein. Oft klagen die Betroffenen auch über Fieber, Schüttelfrost und Nachtschweiß. Andere wiederum verspüren Abgeschlagenheit, Appetit- und Gewichtsverlust oder einen auffallenden Leistungsknick. Viele dieser Symptome sind allerdings unspezifisch und somit vielschichtig zu deuten – sie könnten beispielsweise auch ein Hinweis auf eine Lungenentzündung oder chronische Bronchitis sein.

In jedem Falle sollte bei den oben genannten Symptomen unbedingt eine rasche, weitere Abklärung beim Haus- oder Facharzt oder in einer speziellen Lungenfachklinik erfolgen. Dies ist insbesondere bei Rauchern von großer Bedeutung. Falls sich hinter diesen Anzeichen eine mögliche Krebserkrankung verbirgt, sollte diese rasch und im Frühstadium diagnostiziert werden.

Zu einer genauen Diagnostik setzen wir verschiedene Maßnahmen und Methoden ein. Dazu gehören Patientengespräch, Röntgenuntersuchung sowie der Einsatz von Computertomographie, Bronchoskopie  und Mediastinoskopie.

Das Patientengespräch (Anamnese)
Bei der stationären Aufnahme erfolgt ein ausführliches Aufnahmegespräch, in  dem der Patient die Art seiner Beschwerden und den zeitlichen Verlauf schildert. Anschließend erfolgt eine ausführliche körperliche Untersuchung.

Die Röntgenuntersuchung
Die Röntgenaufnahme des Brustkorbs (Thorax) liefert den ersten bildgebenden Eindruck über beide Lungenflügel, das Herz, die Rippen, das Zwerchfell und den knöchernen Thorax. Dadurch können erste Verdachtsmomente erhärtet werden.

Die Computertomographie
Durch diese hochspezielle Röntgentechnik sind wir in der Lage, über Schichtaufnahmen in den Brustraum (Thoraxraum) hineinzuschauen. So lassen sich auch kleine Tumore oder Tumore, die sich zentral am Mittelfell befinden, sicher erkennen. Um die Art des Tumors festzustellen, können unter lokaler Betäubung Nadeln eingeführt werden, mit denen sich Gewebe aus dem Tumor gewinnen lässt.

Die Bronchoskopie
Die Bronchoskopie ist eine Spiegelung der Atemwege. Sie ermöglicht uns, den Kehlkopf, die Luftröhre und die Bronchien von innen anzuschauen. Die Untersuchung kann in Narkose oder unter medikamentöser Beruhigung (Sedierung) durchgeführt werden. Nach Einführung des Bronchoskops über Nase oder Mund werden die Schleimhaut des Nasen-Rachen-Raumes, der Kehlkopf mit der Beweglichkeit der Stimmlippen, die Luftröhre und die Bronchien dargestellt. Bei dieser Untersuchung können gleichzeitig über eine Spülung bzw. über eine Bürste Zellen entnommen werden. Zudem können mittels kleiner Zangen Proben aus verdächtigen Bezirken entfernen werden. Anhand dieser Proben können unsere Spezialisten durch eine mikroskopische Betrachtung mögliche Krebszellen erkennen und einer bestimmten Krebsart zuordnen.

Die Mediastinoskopie
Der Mittelfellraum (Mediastinum) ist ein Gewebsraum in der Brusthöhle. Die Spiegelung des Mittelfelles (Mediastinoskopie) ist eine wichtige Untersuchung, um abzuklären, ob ein Knoten im Bereich des Mittelfells gut- oder bösartig ist bzw. ob ein bösartiger Tumor in Lymphknoten des Mittelfells gestreut hat.

Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt. Über einen kleinen Schnitt oberhalb des Brustbeines erfolgt das Einsetzen eines kleinen Metallrohres. Darüber wird eine Optik mit einer Videokamera eingeführt. Sie ermöglicht eine genaue Darstellung des Raumes zwischen den beiden Lungenflügeln auf und neben der Luftröhre (Trachea). Auch Gewebeproben oder Lymphknoten können so teilweise oder ganz entfernt werden. Die Mediastinoskopie ist ein wichtiges Verfahren zur Diagnostik von kleinen Raumforderungen im Bereich des Mediastinums und zur Abklärung der Ausbreitung eines Lungenkrebses. Bei entsprechendem Verdacht kann sie vor jeder größeren Operation im Rahmen des sogenannten onkologischen Behandlungskonzeptes miteinbezogen werden.

Abhängig von Größe, Sitz und Gewebeart des Tumors und nach Abklärung der Operabilität kann ein Lungenkrebs im frühen Stadium unter heilenden Ansätzen operiert werden.  Der häufigste Eingriff ist die Entfernung des befallenen Lungenlappens mit den dazugehörigen Lymphdrüsen.  Bei sehr großen Tumoren, die bereits den Hauptbronchus oder mehrere Lungenlappen befallen haben, kann die Entfernung des gesamten Lungenflügels (Pneumonektomie) nötig sein.

In unserer Klinik führen wir sehr häufig lungengewebssparende Operationen durch, die sogenannten Manschettenresektionen. Dabei wird zunächst der tumortragende Lungenanteils sowie ein Teils des Gefäßes und des dazugehörigen Bronchus entfernt. Anschließend wird der Restlungenlappen mit Bronchus und Gefäß wieder neu in die zentralen Strukturen eingepflanzt. Im Rahmen dieser Operation werden auch die Lymphknoten, die sich im Lymphabflußgebiet des Tumors befinden, entfernt. Abschließend wird noch eine Pleuradrainage eingesetzt. Sie sorgt dafür, dass das Wundsekret ablaufen und sich die Lunge wieder gut entfalten kann.

Im Rahmen eines ganzheitlichen Konzeptes zur Behandlung von Lungenkrebs kann auch eine Chemo- oder Strahlentherapie zum Einsatz kommen. Diese Therapieformen werden zum Teil vor einer geplanten Operation oder  – als sogenanntes adjuvantes Therapiekonzept – auch nach erfolgter Operation angewendet.

Die Chemotherapie beinhaltet die Gabe eines Medikamentes (Zytostatika). Sie wird in der Klinik für Pneumologie durchgeführt und ermöglicht eine den ganzen Körper betreffende Behandlung. Auch die Strahlentherapie ist ein wichtiger Bestandteil bei der Behandlung des Lungenkrebses. Dabei werden in mehreren Sitzungen genau definierte Strahlendosen auf die Tumorregion gegeben. In manchen Fällen kann auch eine Kombination der beiden Therapieoptionen erfolgen. Man spricht dann von einer Chemo- / Radiotherapie.

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Dorina Schulze

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