Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde: Abteilung Wissenschaft und Forschung

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Wissenschaftliche Naturheilkunde

Die Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde in Bamberg verfügt über eine eigene Forschungsabteilung. Univ.-Prof. Dr. med. Jost Langhorst, der Leiter der Klinik, ist zugleich Inhaber des Stiftungslehrstuhls für “Integrative Medizin – Schwerpunkt translationale Gastroenterologie“ der Universität Duisburg-Essen.

Das Ziel unserer Forschungstätigkeit ist in erster Linie die wissenschaftliche Erforschung der Verfahren und Behandlungsansätze, die in der klinischen Naturheilkunde angewandt werden. Unsere Schwerpunkte hierbei bilden die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde), die Mind/Body-Medizin, klassische Naturheilverfahren und weitere komplementäre Methoden.

Hierbei stehen Erkrankungen des gastroenterologischen Bereiches im Vordergrund (Magen-Darm-Erkrankungen wie das Reizdarmsyndrom oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen), aber auch Erkrankungen anderer Indikationsgebiete (z.B. chronische Schmerzsyndrome, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises). Die Mitbehandlung onkologisch erkrankter Patienten ist ebenfalls Gegenstand unserer Forschungstätigkeiten.  

Neben Patienten- bzw. Probandenstudien hat auch der Bereich der Versorgungsforschung einen wichtigen Stellenwert. Hier geht es um anwendungsorientierte Forschung mit hoher praktischer Relevanz für alle Beteiligten im Gesundheitssystem. Welche Verfahren werden nachgefragt und angewendet, welche führen beim Patienten zum Erfolg? Die Evaluation der komplementärmedizinischen und naturheilkundlichen Maßnahmen ist eine wesentliche Voraussetzung für einen zielgerichteten Einsatz von Therapien und Ressourcen.

Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt unserer Forschungsabteilung liegt in der Mitarbeit bei der Erstellung medizinischer Leitlinien (sog. ärztliche Handlungsanweisungen). Gefördert durch die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung arbeiten wir in enger Kooperation mit den Evang. Kliniken Essen-Mitte (Abteilung für Naturheilkunde und Integrative Medizin, Prof. Dobos) daran, Verfahren der Naturheilkunde und Komplementärmedizin in nationalen Versorgungsleitlinien bzw. Leitlinien allgemein zu verankern.
 

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Klinische Studien

Die Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde in Bamberg nimmt regelmäßig als Prüfzentrum an nationalen und internationalen klinischen Studien teil. In klinischen Studien wird geprüft, ob neue Verfahren oder Medikamente zur Vorbeugung, Diagnostik oder Behandlung einer Erkrankung verträglich, sicher und wirksam sind. Klinische Prüfungen wie sie z.B. bei neuen Medikamenten, Untersuchungs- oder Therapieverfahren zum Einsatz kommen, unterliegen strengen Rechts- und Sicherheitsbestimmungen. Für Sie als Teilnehmer einer klinischen Studie bedeutet dies, dass Sie von unserem Studienteam intensiv betreut und überwacht werden – Ihre Sicherheit hat oberste Priorität. Alle Untersuchungen und Behandlungen im Rahmen einer klinischen Studie sind für Sie und Ihre Krankenkasse kostenfrei, teilweise erhalten Sie für Ihre Teilnahme eine Aufwandsentschädigung.

Falls Sie Interesse haben, an einer klinischen Studie teilzunehmen, wenden Sie sich bitte an unsere Studienambulanz unter der Telefonnummer 0951 503-11650 oder senden Sie eine E-Mail an FIGN@sozialstiftung-bamberg.de. Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Nachricht!
 

Zur Zeit rekrutieren wir Teilnehmer für folgende Studien:

Zuletzt abgeschlossene Studien

Eine doppelblinde, randomisierte und placebokontrollierte Dosisfindungsstudie der Phase IIa über die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer 6-wöchigen Behandlung mit ZED1227 Kapseln im Vergleich zu Placebo bei Patienten mit gut kontrollierter Zöliakie, die zu einer Gluten-Belastung bereit sind

Die einzig vorhandene Behandlung der Zöliakie besteht bisher in der strengen Einhaltung einer glutenfreien Diät. Das Ziel der Studie ist die Untersuchung einer möglichen medikamentösen Behandlung der Zöliakie zur Unterstützung der glutenfreien Diät. ZED1227 ist ein neuentwickelter TG2 (Transglutaminase 2)-Hemmer. TG 2 ist in der Dünndarmschleimhaut zu finden und ist ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung der Zöliakie. TG 2 spielt eine Rolle bei der T-Zell-Aktivierung (T-Zellen gehören zm Abwehrsystem des Körpers und ihre Aktivierung löst Entzündungsprozesse im Körper aus) und somit bei der Entzündung und Zerstörung der Schleimhaut. Die Studie soll helfen, eine Antwort auf die Frage zu finden, ob ZED1227 durch die Hemmung der TG2 Aktivität der Aktivierung der T-Zellen vorbeugen und somit durch den Verzehr von Gluten verursachte Schäden in der Darmschleimhaut vermindern oder verhindern kann.
Die Studie wurde in mehreren europäischen Ländern durchgeführt.

Die Rekrutierung von Studienteilnehmern ist beendet, die Studie befindet sich in der Phase der Datenauswertung.
 

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Unsere Forschungsprojekte

Frühere Befragungen haben ergeben, dass komplementäre Therapien bei Patienten mit gastroenterologischen Erkrankungen eine wesentliche Rolle spielen, allerdings sind die vorliegenden Nutzungsdaten weder aktuell noch hinreichend detailliert. Dies betrifft insbesondere therapeutische Anwendungen, die in den letzten Jahren vermehrt erforscht werden, wie z.B. Cannabis und auf Cannabis basierende Produkte. Ziel dieser Querschnittsbefragung war, aktuelle Zahlen zur Nutzung von Komplementärmedizin und Cannabis bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen in Deutschland zu erheben und insbesondere die Nutzung von Cannabis-Produkten im Detail zu verstehen. Zu diesem Zweck wurde eine schriftliche Befragung unter Mitgliedern der DCCV (Deutsche Crohn/Colitis-Vereinigung) durchgeführt – insgesamt 1000 Betroffene, stratifiziert nach Alter, Geschlecht und Diagnose - wurden angeschrieben, rund 40% nahmen an der Befragung teil. Die Ergebnisse dieser Befragung werden zur Zeit noch ausgewertet, eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist für 2020 geplant.

Ansprechpartner: Nina Bauer, Tanja Neufeld
Tel.: 0951 503-11650
fign@sozialstiftung-bamberg.de

 

Ein Kooperationsprojekt mit Prof. Thomas Keil und Prof. Peter Heuschmann, Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie, Universität Würzburg, gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. Im Rahmen dieses Kooperationsprojektes soll in drei Teilprojekten ein ganzheitliches, präventiv-medizinisch ausgerichtetes Versorgungsangebot untersucht werden. Zwei Teilprojekte werden federführend in Würzburg durchgeführt, ein Teilprojekt an der Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde in Bamberg.


Teilprojekt 1:
Beurteilung der Machbarkeit einer randomisiert kontrollierten Studie zur Wirksamkeit von Lebensstil-Interventionen bei Patienten mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn (Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde, Bamberg)

Teilprojekt 2:
Beurteilung der Wirksamkeit von ganzheitlichen Lebensstilinterventionen und anderen integrativ-medizinischen Verfahren bei Patienten mit Reizdarmsyndrom (Irritable Bowel Syndrome) im Rahmen eines Systematischen Reviews (Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie, Universität Würzburg)

Teilprojekt 3:
Untersuchung der indikations- und fachgebietsspezifischen Häufigkeiten unterschiedlicher Anwendungen integrativ-medizinischer Verfahren und ganzheitlicher Lebensstilinterventionen mittels eines Surveys in bayerischen Kliniken (Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie, Universität Würzburg)

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Webseite der Uni Würzburg.
 

In der geplanten Machbarkeitsstudie soll anhand einer prospektiven randomisiert kontrollierten Studie untersucht werden, inwieweit sich ein multimodales Stressreduktions- und Lebensstilmodifikationsprogramm bei Patienten mit Morbus Crohn im Rahmen einer klinischen Studie abbilden lässt. Zu diesem Zweck sollen 40 Patienten mit Morbus Crohn in eine klinische Studie eingeschlossen werden. Die Interventionsgruppe nimmt über 10 Wochen an einem teilstationären multimodalen Stressreduktions- und Lebensstilmodifikationsprogramm teil, während die Kontrollgruppe nur eine Edukationseinheit sowie schriftliche Informationen zu Behandlungs- und Selbsthilfemöglichkeiten erhält. Die Machbarkeit der Studie soll anhand des Rekrutierungserfolgs, der Compliance mit den studienbezogenen Messungen und Untersuchungen sowie der Anzahl auswertbarer Patienten bestimmt werden, die Machbarkeit der Intervention wird anhand der Akzeptanz und Verträglichkeit des Programms sowie der Compliance und Zufriedenheit mit dem Programm beurteilt.

Sekundäre Fragestellungen umfassen die Untersuchung zum Einfluss des Programms auf Lebensqualität, Stress, psychisches Wohlbefinden und objektive erkrankungsspezifische Parameter.
Innovativ an dieser Intervention ist die Komplexität des Programms, das alle Bestandteile einer gesunden Lebensführung integriert, und einen starken Fokus auf Eigenverantwortung und Selbstfürsorge legt. Bisherige Therapieansätze in der Routineversorgung dieser Patienten sind in der Regel eindimensionaler auf einzelne kurative Verfahren begrenzt und weniger auf ganzheitliche Aspekte inkl. Vermittlung einer gesundheitsförderlichen Lebensweise, die auch auf die Prävention von Langzeitkomplikationen der chronisch entzündlichen Darmkrankheiten ausgerichtet ist. Der Nachweis der Machbarkeit und erste Hinweise auf die spezifische Wirksamkeit auf Lebensqualität, Stress und physiologische Parameter bei Patienten mit Morbus Crohn würde helfen, effiziente Therapiestrategien in der Versorgung dieser Patientengruppe zu etablieren und dem Wunsch eines Großteils der Patienten nachkommen, komplementäre Therapiemethoden in die Behandlung zu integrieren.

Ansprechpartner: Nina Bauer
Tel.: 0951 503-11650
fign@sozialstiftung-bamberg.de

Das Fibromyalgiesyndrom (FMS) ist durch weit verbreitete muskuloskelettale Schmerzen sowie verschiedene begleitende vegetative und funktionelle Symptome gekennzeichnet. Dazu gehören u.a. Fatigue, Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Migräne, kalte Extremitäten, trockener Mund, übermäßiges Schwitzen, Kreislaufbeschwerden, Schwindel, Magen- und Darmbeschwerden, Globusgefühl oder funktionelle Atembeschwerden. 
Ein gesunder Organismus reagiert auf krankmachende Reize mit abgestuften Temperaturerhöhungen; in akuten Fällen bis zu hohem Fieber, das u.a. eine außergewöhnliche Immunantwort einleitet. Bei der Aktivierung des Immunsystems spielt die Körpertemperatur eine zentrale Rolle.
Ähnlich dem natürlichen Fieber kann eine künstliche Erhöhung der Körpertemperatur durch Ganzkörperhyperthermie die blockierten Selbstheilungskräfte nachhaltig anregen - eine Behandlungsmethode der Medizin, die schon seit dem Altertum bekannt ist. Die milde und moderate Ganzkörperhyperthermie kann ähnlich dem natürlichen Fieber die Durchblutung verstärken, den Stoffwechsel intensivieren, Regulationsstarren durchbrechen und Fehlregulationen des Immunsystems entgegenwirken. Durch die Anregung von Selbstheilungskräften des Organismus öffnet sich ein weites Behandlungsfeld von der Vorbeugung über chronische Erkrankungen bis hin zur begleitenden Anwendung bei Krebserkrankungen. Inbesondere bei Fibromyalgie soll eine Reduktion der Schmerzen und eine hiermit einhergehende Verbesserung der Lebensqualität erzielt werden. Häufig wird die Ganzkörperhyperthermie mit anderen Therapien kombiniert, die dadurch in ihrer Wirkung verstärkt werden. Bei der milden Ganzkörperhyperthermie werden Erhöhungen der Körperkerntemperatur bis höchstens 38,5°C angestrebt, bei der moderaten Ganzkörperhyperthermie liegen die Zieltemperaturen im eigentlichen „Fieberbereich“ zwischen 38,5 - 40,5°C. 
Im Rahmen dieser Studie wird die Wirksamkeit einer wassergefilterten Ganzkörperhyperthermie während eines ambulanten Settings bei Patienten mit Fibromyalgie überprüft.
Die Studiendauer umfasst einen Behandlungszeitraum von ca. 3 Wochen mit je zwei Behandlungseinheiten pro Woche und einen Passivzeitraum (Nachmessung) von 24 Wochen nach dem ambulanten Setting. Es werden insgesamt ca. 30 Teilnehmer im Alter von 18 bis 70 Jahren gesucht, welche nach Einschluss in die Studie in zwei gleichgroße Gruppen aufgeteilt werden. Alle Teilnehmer erhalten die gleiche Anzahl an wassergefilterter Ganzkörperhyperthermie innerhalb des ambulanten Settings. Alle Auffälligkeiten werden von den zuständigen Therapeuten, Ärzten und Pflegern dokumentiert. Auch Veränderungen hinsichtlich Schmerzen und Funktionseinschränkungen sowie die Einnahme von Bedarfsmedikation werden festgehalten. Vor Beginn und nach Abschluss der Studie werden Blutparameter erhoben. Um sekundär die Wirksamkeit zu überprüfen, werden die Teilnehmer gebeten, zusätzlich verschiedene Fragebögen zu beantworten. Dies geschieht nach Woche 12 und nach Woche 24 mittels telefonischer Abfrage.


Ansprechpartnerin: Tanja Neufeld
Tel.: 0951 503-11650
fign@sozialstiftung-bamberg.de

In westlichen Ländern leiden schätzungsweise 0,3% der Bevölkerung an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa oder Divertikulitis. Wichtige Differentialdiagnosen in der aktiven Phase sind das Reizdarmsyndrom (nicht-entzündliche Darmerkrankung), aber auch andere chronische Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes wie beispielsweise Zöliakie oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Diese Erkrankungen können ähnliche Symptome wie chronisch entzündliche Darmerkrankungen verursachen, werden aber grundsätzlich anders therapiert. Deshalb ist es oft schwierig, ohne invasive Untersuchungen (Endoskopie) die richtige Diagnose zu stellen.

Aus diesen Gründen werden alternative, nichtinvasive Methoden zur Beurteilung der Schleimhautentzündung benötigt. Fäkale Biomarker werden bereits häufig bei Patienten mit Colitis ulcerosa eingesetzt und könnten bei diesem Vorhaben hilfreich sein.

Im Rahmen der geplanten Studie soll untersucht werden, inwieweit ausgewählte fäkale Biomarker mit entzündlichen Reaktionen der Darmschleimhaut und mit begleitenden Veränderungen in der Schleimhautpermeabilität assoziiert sind.
Die ermittelten Daten aus den Stuhlproben werden mit den routinemäßig durchgeführten diagnostischen Verfahren aus der Patientenversorgung korreliert.

Dazu werden Patienten eingeschlossen, die sich entweder stationär oder ambulant in der Privat- oder der Studienambulanz in der Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde an der Sozialstiftung Bamberg routinemäßig einer Gastroskopie und/oder Koloskopie mit Gewebebiopsien oder einer Endoskopie mit konfokaler Laserendomikroskopie und Gewebebiopsien unterziehen.

Neben der makroskopischen Beschreibung der Entzündungsaktivität in Form von international validierten Scores ermöglicht die routinemäßige Entnahme von Gewebsproben die Beurteilung der Entzündungsaktivität im Rahmen der histologischen Aufarbeitung durch einen Pathologen. Die konfokale Laserendomikroskopie ermöglicht eine Messung der intestinalen Permeabilität (Darmbarriere) und entzündlicher Prozesse im Rahmen einer Koloskopie. Dazu ist das Cellvizio System von Mauna Kea Technology in der Klinik etabliert. Die konfokale Laserendomikroskopie ist eine relativ neuartige Technologie, die eine in-vivo Charakterisierung der intestinalen Mukosa bei einer bis zu 1000-fachen Vergrößerung erlaubt. Mittels der Lichtleitfasersonde, die auf den Arbeitskanal des Standardendoskops installiert werden kann, können kleinste Veränderungen der Kryptenarchitektur sowie Gefäßneubildung der Darmschleimhaut während der Koloskopie visuell beurteilt werden, und Gewebebiopsien zielgerichteter selektiert werden. Durch Gabe von Kontrastmitteln (Fluorescein) können Störungen der Darmbarriere unmittelbar identifiziert werden.

Das primäre Ziel der vorliegenden Studie besteht darin, die diagnostische Genauigkeit fäkaler Biomarker in der Abgrenzung primär chronisch entzündlicher gastrointestinaler Erkrankungen von funktionellen und weiteren gastrointestinalen Erkrankungen zu untersuchen.

Die Ergebnisse der Studie können dazu beitragen, die nicht invasive Diagnostik und Verlaufskontrolle von entzündlichen und nicht entzündlichen Darmerkrankungen zukünftig entscheidend zu verbessern.

Ansprechpartner: Özlem Öznur
Tel.: 0951 503-11650
fign@sozialstiftung-bamberg.de
 

Es ist geplant, weitergehende Mikrobiom- und Metabolomanalysen durchzuführen und eine Biobank in diesem Bereich aufzubauen.

Nähere Informationen folgen in Kürze
 

Ein Projekt zur Evaluierung des stationären integrativ-medizinischen Konzeptes im Hinblick auf Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffektivität und Erfolgsfaktoren ist in Vorbereitung.

Nähere Informationen folgen in Kürze
 

Im Rahmen dieses an den Kliniken Essen-Mitte durchgeführten Projektes ging es darum zu untersuchen, inwieweit ein mutlimodales Stressreduktions- und Lebensstilmodifikationsprogramm bei Patienten mit Colitis ulcerosa die Lebensqualität fördern sowie Stress, psychische Symptome und physiologische Parameter positiv beeinflussen kann. In diese randomisiert kontrollierte Studie wurden insgesamt 92 Probanden eingeschlossen, in die Interventions- und Kontrollgruppe jeweils 46 Personen. Die Interventionsgruppe nahm über 10 Wochen an einem multimodalen Stressreduktions- und Lebensstilmodifikationsprogramm teil, die Kontrollgruppe erhielt eine Edukationseinheit sowie schriftliche Informationen zu Behandlungs- und Selbsthilfemöglichkeiten.
Zu unterschiedlichen Zeitpunkten fanden Messungen der Lebensqualität und Krankheitsaktivität (anhand standardisierter Fragebögen) sowie Erhebungen von Entzündungs- und Stuhlparametern und der endoskopischen Entzündungsaktivität statt.  

Link zu clinicaltrials.gov (NCT02721823)

Zusätzlich zu den beschriebenen Messungen wurden mit 20 Probanden der Interventionsgruppe am Ende der zehnwöchigen Interventionsphase leitfadengestützte Einzelinterviews durchgeführt.Vorrangig ging es um eine detaillierte Betrachtung des Einflusses der Krankheit auf den Alltag der Patienten und die Auswirkungen der Intervention. Die Evaluation von unterstützenden Faktoren und Hindernissen in der Umsetzung der erlernten Inhalte und Techniken des Programms war hierbei ein wesentliches Forschungsinteresse. Inwieweit hat die Teilnahme am Programm die Krankheitsakzeptanz und die Bewältigung der Erkrankung beeinflusst? Wie wurde das Trainingsprogramm im einzelnen wahrgenommen und bewertet? An welchen Stellen besteht ggf. Optimierungsbedarf? Welche Aspekte sollten bei zukünftigen multimodalen Konzepten Berücksichtigung finden?  
Dieses Projekt befindet sich aktuell in der Auswertungsphase, eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist geplant.

Ansprechpartner: Christoph Schlee, Christine Uecker
Tel.: 0951 503-11650
​​​​​​​fign@sozialstiftung-bamberg.de ​​​​​​​

Seit 2011 arbeitet die Task Force um Univ.-Prof. Dr. med. Jost Langhorst gefördert durch die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung daran, die Inhalte von Naturheilkunde, Phytotherapie und Komplementärmedizin in medizinische Leitlinien einzubringen. Zu den Aufgaben der Task Force gehört die systematische Aufarbeitung wissenschaftlicher Literatur, die Bewertung der Evidenz und die Identifikation von Evidenzlücken, welche wiederum Anstöße für neue Forschungsprojekte geben. In den letzten Jahren arbeitete die Task Force an etlichen wichtigen nationalen Versorgungsleitlinien mit (z.b. Asthma bronchiale, KHK, arterieller Hypertonus, unipolare Depression) und konnte somit direkt und indirekt zur Verbesserung der Versorgungssituation beitragen. Darüber hinaus erfolgte eine Mitarbeit an diversen S3-Leitlinien (komplementäre Verfahren bei onkologischen Patienten, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Divertikulose/Divertikulitis, Obstipation u.a.).

Ansprechpartner: Tanja Neufeld, Dr. Katrin Pfuhlmann, Maike Rist
Tel.: 0951 503-11650
fign@sozialstiftung-bamberg.de

Forschungsprojekt: Naturheilkunde und Komplementärmedizin im Leitlinienprozess

Aktuelle Forschungsprojekte unserer Kooperationspartner

Forscher der Klinik für Neurologie der Universitätsklinikum Essen suchen Teilnehmer/innen für eine kurze Online-Umfrage zum Thema „Placebo“ (Mindestalter 18 Jahre). Die Teilnahme an der Online-Umfrage dauert 15-20 Minuten. Alle Teilnehmer/innen erhalten als Aufwandsentschädigung einen Amazon-Gutschein im Wert von 5 Euro. Ihre Teilnahme an der Umfrage erfolgt anonymisiert. Ebenso ist keine Rückverfolgung Ihrer IP-Adresse möglich.

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