Das 1. zertifizierte Vorhofflimmer-Zentrum in Oberfranken

Sektion für Invasive Elektrophysiologie wurde ausgezeichnet!

Als ausgewiesenes Zentrum zur Behandlung von Vorhofflimmern hat die Abteilung für Elektrophysiologie unter der Leitung von Dr. Alexander Wystrach das Zertifizierungsverfahren der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie mit Bravour bestanden.

Ausgezeichnet werden Behandlungszentren, die sehr viel Erfahrung mit der komplexen Ablationsbehandlung von Vorhofflimmern nachweisen können. „Dazu müssen hohe Standards der Struktur- und Behandlungsprozesse sowie die Qualifikation der Untersucher nachgewiesen werden“, so Dr. Wystrach. Bei einer Ablation werden krankhafte Erregungsherde im Herzen mithilfe eines Katheters „verödet“. Das bedeutet: Muskelerregungen, die den Herzrhythmus stören, werden unterbunden, damit das Herz wieder normal schlägt. Das Ganze funktioniert ähnlich wie beim Herzkatheter: Von der Leiste aus wird ein Katheter bis zum Herzen vorgeschoben. Der Arzt verödet dann mittels Strom und Hitze punktuell den von der Störung betroffenen Bereich. Damit können keine Störimpulse mehr in den linken Vorhof gelangen und Vorhofflimmern auslösen.

Wer etwas häufig tut, tut es gut

Die Katheterablation ist inzwischen die Therapie der Wahl bei Patienten mit Vorhofflimmern, die durch eine Behandlung mit Medikamenten nicht symptomfrei
zu bekommen sind. Zur Durchführung braucht es spezielle Expertise und ein gut eingespieltes Team. Die Gutachter bescheinigten den Spezialisten denn auch hervorragende Leistungen hinsichtlich der in den Vorgaben der Fachgesellschaft festgelegten personellen, technischen, strukturellen und organisatorischen Anforderungen, die eine dauerhaft gute Behandlungsqualität mit hoher Erfolgs- und geringer Komplikationsrate sicherstellen. Der Fokus richtete sich dabei auch auf die Zahl der durchgeführten Eingriffe, belegen doch Studien, dass die Behandlungsqualität und die Komplikationsrate in einem direkten Zusammenhang mit der Häufigkeit der Durchführung stehen.

Vorhofflimmern – was ist das?

Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, bei der sich die Vorhöfe sehr rasch und unkontrolliert bewegen. Knapp zwei Millionen Deutsche sind davon betroffen. Sie leiden unter Herzstolpern oder Herzrasen oder Atemnot und mangelnder Belastbarkeit. Die Rhythmusstörung führt zu einem unregelmäßigen Herzschlag und kann die Bildung von Blutgerinnseln begünstigen. Werden solche Gerinnsel aus dem Herzen in die Gefäße gespült, kann die Folge zum Beispiel ein Schlaganfall sein.


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Medizinische Klinik I
Sektion Invasive Elektrophysiologie
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