Wenn Worte fehlen 

Im Klinikum am Bruderwald wurde die Ausstellung LebensBilderReise von Bayerns Staatsministerin Melanie Huml eröffnet.

Jeder fühlt sich schon mal niedergeschlagen oder lustlos. Das ist noch kein Grund, sich Sorgen zu machen. Erst wenn depressive Symptome über mindestens zwei Wochen anhalten, könnte es sich um eine beginnende Depression handeln. Doch noch immer sind Irrtümer und Unwissen über die schwerwiegende Erkrankung weit verbreitet. „Umso wichtiger ist es mir, dass wir als Gesellschaft immer wieder deutlich machen, dass Depressionen und psychische Erkrankungen nichts Abnormes sind, sondern etwas, das sich mitten in unserer Gesellschaft abspielt“, sagte Staatsministerin Melanie Huml bei der Eröffnung der Ausstellung LebensBilderReise im Klinikum Bamberg. „Je mehr sich jeder von uns für das Thema sensibilisiert, desto größer ist die Chance, dass sich Betroffene nicht zurückziehen, sondern sich jemandem anvertrauen und dazu motivieren lassen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.“
Die Wanderausstellung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege wurde vom Förderverein Fides, der sich für psychisch kranke Menschen einsetzt, nach Bamberg geholt. „Als Volltreffer“ bezeichnete die Vorsitzende Annerose Ackermann, die von vier Patienten gestalteten Bilder, die zeigen, wie Depressionen erlebt werden und wie Auswege daraus gefunden werden können.

Kunsttherapie – wenn Worte nicht genügen
„Denn vielen depressionserkrankten Menschen fällt es schwer, das was sie tief im Inneren spüren, in Worte zu fassen“,  so Huml. Mit Materialien und Farben falle es vielen Menschen leichter, auszudrücken, wie und was sie fühlen. Damit sei die Kunsttherapie eine wertvolle Ergänzung der Depressionsbehandlung.

Die Ausstellung „LebensBilderReise“ ist noch bis einschließlich 4. Februar im Klinikum zu sehen.
 

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