Virtuelle Besuchszeiten auf der Frühchenstation

Via Videoübertragung kann man nun seinen Nachwuchs in der Klinik für Kinder und Jugendliche betrachten

So in etwa sieht die Bildübertragung auf dem Endgerät aus - in diesem Fall ist der kleine Leo zu sehen.

Winzig, zerbrechlich und federleicht: Das sind die kleinsten Patienten im Klinikum, die zu früh geborenen Babys, im Klinikjargon auch zärtlich „Frühchen“ genannt. So ein Frühchen auf der Intensiv-Station liegen zu haben, ist für die ganze Familie schon belastend genug. Erst recht zu Zeiten des Corona-Virus. Denn zu „normalen“ Zeiten dürfen Mama und Papa, Oma und Opa und auch Geschwisterkinder zum Baby zu Besuch kommen.

„Aus Sicherheitsgründen darf aber jetzt nur noch ein Elternteil anwesend sein“, so Professorin Eva-Robel-Tillig, Chefärztin der Klinik für Kinder und Jugendliche. Was aber, wenn Großeltern oder Geschwister das neue Baby sehen möchten oder wenn gar beide Eltern nicht kommen können, weil sie in Quarantäne sind? „Dafür gibt es jetzt unser Videosystem ‚Blick zum Glück‘ “, so die Chefärztin. Es wurde vom Förderkreis der Kinderklinik gespendet und ermöglicht es, das Neugeborene zu virtuellen „Besuchszeiten“ via Internet über eine Webcam live zu sehen. Mit einem Passwort kann man sich auf eine gesicherte Webseite einloggen. Natürlich geschieht das nur unter datenschutzrechtlichen Auflagen und großen Sicherheitsvorkehrungen. Dabei werden ausschließlich Bilddaten übertragen. Eine Übertragung von Audio-Daten findet nicht statt.

Der „Blick zum Glück“ ist für die Eltern der kleinen Patienten kostenfrei, und, so die Mama des kleinen Leo, „einfach eine tolle Sache".

 

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