Statement zum Tuberkulose-Fall

Geringes Infektionsrisiko und vorsorgliche Untersuchungen

 

Nach den Ermittlungen des Gesundheitsamtes hatten junge Mütter und Neugeborene während ihres Aufenthaltes auf der Entbindungsstation des Klinikum Bamberg eventuell Kontakt zu einer Mitarbeiterin, die ohne ihr Wissen an einer Tuberkulose der Atmungsorgane erkrankt war. Die Erkrankung ist erst im April diagnostiziert worden. Trotz des sehr geringen Kontaktes zu Neugeborenen und Müttern führt hier das Gesundheitsamt bei allen ermittelten Kontaktpersonen rein vorsorglich entsprechende Untersuchungen durch.
Durch diese Untersuchungen ist eine Infektion mit Tuberkulose sofort zu erkennen und entsprechende therapeutische Maßnahmen können dann eingeleitet werden, so dass die Erkrankung erst gar nicht zum Ausbruch kommt. Es werden alle Mütter mit einem möglichen Kontakt angeschrieben und entsprechende Untersuchungen im Gesundheitsamt angeboten. Diese Untersuchungen dienen letztlich auch dazu, das Ausmaß einer eventuell Infektionsgefährdung besser abschätzen zu können. Das Gesundheitsamt erwartet, dass bei den untersuchten Kindern bereits ab dem dritten Tag nach Anlegen des Testes eine Tuberkulosegefährdung sicher ausgeschlossen werden kann.

Zum jetzigen Zeitpunkt liegen dem Gesundheitsamt keine Mitteilungen über Erkrankungen anderer Personen vor. Obwohl das Risiko insgesamt sehr gering ist, bittet das Gesundheitsamt die vorsorglichen Untersuchungen unbedingt wahrzunehmen.

Für wirklich dringende Fragen haben wir zusätzlich eine Hotline unter der Rufnummmer 0951/85-673 für Sie eingerichtet, die auch am Wochenende und Feiertags von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr erreichbar ist.