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Wissenschaftliches Festsymposium zur Zukunft der Integrativen Medizin – Bamberger Klinik setzt starkes Zeichen für Lehrstuhl der Universität Duisburg-Essen

Mit einem hochrangig besetzten wissenschaftlichen Festsymposium hat die Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde der Sozialstiftung Bamberg zum Anlass der Verstetigung des Lehrstuhls für Integrative Medizin der Universität Duisburg-Essen am Klinikstandort Bamberg ein deutliches Zeichen für die akademische Naturheilkunde gesetzt.

Unter dem Leitthema „Integrative Medizin und Naturheilkunde – Gegenwart und Zukunft“ diskutierten führende Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Krankenhauswesen, Politik sowie der Integrativen Medizin und Naturheilkunde über Wandel, Perspektiven, Herausforderungen und Chancen dieses bedeutenden und gesellschaftlich breit nachgefragten medizinischen Ansatzes.

Die Veranstaltung brachte zahlreiche Gäste aus Medizin, Forschung, Gesundheitswesen und Öffentlichkeit zusammen. Höhepunkt des Symposiums waren ein Podiumsgespräch sowie vier Festvorträge, die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchteten.

„Die Integrative Medizin verbindet wissenschaftlich fundierte Schulmedizin mit evidenzbasierter Naturheilkunde. Genau diese Verbindung brauchen wir, um den komplexen gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen“, betonte Prof. Dr. med. Andreas Michalsen, Chefarzt für Innere Medizin und Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin und Inhaber der Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde, als Festredner mit dem Schwerpunkt Wissenschaft. Die Verstetigung des Universitätslehrstuhls sei ein entscheidender Schritt, um Forschung, Lehre und klinische Praxis nachhaltig zu verankern.

Aus Sicht des Krankenhauswesens unterstrich Xaver Frauenknecht, Generalbevollmächtigter der Sozialstiftung Bamberg im Klinikum Neumarkt und Senior Healthcare Advisor, die praktische Relevanz: „Die Integrative Medizin und Naturheilkunde ist ein wesentlicher Baustein einer individuellen und ganzheitlichen Patientenversorgung in einem Maximalversorgungskrankenhaus. Sie verbessert die Patientenorientierung und stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit.“ 

Die gesundheitspolitische Perspektive brachte Klaus Holetschek, Mitglied des Bayerischen Landtages und CSU-Fraktionsvorsitzender, in seinem Festvortrag ein. Er erklärte: „Für mich ist Integrative Medizin die Verbindung von Schulmedizin und klassischen Naturheilverfahren auf einer evidenzbasierten Grundlage. Insofern ist es mir und der CSU-Landtagsfraktion mit dem gesundheitspolitischen Sprecher Bernhard Seidenath wichtig, die Forschung in diesem Bereich weiter zu stärken. Das haben wir auch im Koalitionsvertrag auf Bundesebene zwischen CDU/CSU und SPD wie folgt formuliert: Wir unterstützen Forschung und Versorgung zu Naturheilkunde und Integrativer Medizin zur Präventionsförderung. Gerade haben wir in Augsburg mit Herr Prof. Dr. Christian Keßler einen neu berufenen Lehrstuhl für Integrative Gesundheitsversorgung und Prävention besetzt. Mein besonderer Dank gilt Professor Langhorst, der mit großem Engagement die Integrative Medizin an der Bamberger Klinik als bayernweit wirkendes Modell etabliert hat – er ist auch in unserer Fraktion und im Landtag ein geschätzter Ansprechpartner. Unser Ziel ist klar: Das Kompetenznetzwerk in diesem Bereich in Bayern weiter auszubauen.“


Für die Integrative Medizin und Naturheilkunde sprach Prof. Dr. Jost Langhorst, Chefarzt der gastgebenden Klinik. Er machte deutlich: „Unser Ziel ist es, Brücken zu bauen – zwischen Disziplinen, zwischen Theorie und Praxis und vor allem zwischen Medizin und den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten. Der Lehrstuhl ist ein Meilenstein für diese Entwicklung. Die Verbindung von stationärer, teilstationärer und ambulanter Versorgung in der Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde mit einem universitären Lehrstuhl bildet ein in Deutschland bislang nur an wenigen Standorten etabliertes und in seiner Struktur idealtypisches Versorgungskonzept für die klinische Naturheilkunde. Diese Struktur erlaubt es, die klinische Naturheilkunde in Versorgung, Forschung und Lehre gleichermaßen weiterzuentwickeln und steht exemplarisch für eine moderne, evidenzbasierte Naturheilkunde im interdisziplinären Gesundheitswesen.“

Im von Martin Wilde, dem Vorstandsvorsitzenden der Sozialstiftung Bamberg, moderierten Podiumsgespräch im Rahmen des Festsymposiums waren sich die Teilnehmenden einig, dass die Zukunft der Medizin in einem integrativen, evidenzbasierten und patientenzentrierten Ansatz liegt. Die Verstetigung des Universitätslehrstuhls am Standort Bamberg wurde dabei als zentraler Baustein für Innovation, Nachwuchsförderung und internationale Sichtbarkeit hervorgehoben.

„Professor Langhorst ist mir seit vielen Jahren ein sehr geschätzter Freund und Kollege, insbesondere auch aufgrund seiner starken Integrativen Medizin“, so Prof. Dr. med. Jan Buer, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen per Videobotschaft. „Ich freue mich sehr, dass sein so wichtiger Lehrstuhl für Integrative Medizin mit dem Lehr- und Forschungsschwerpunkt translationale Gastroenterologie an der Universität Duisburg-Essen verstetigt wurde. So schaffen wir als Medizinische Fakultät wissenschaftliche Kontinuität, stärken die strategische Profilbildung und bieten Studierenden wie Mitarbeitenden verlässliche Perspektiven für exzellente Lehre und innovative Forschung.“

Der Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke, der Stiftungsratsvorsitzender der Sozialstiftung Bamberg ist, zeigte sich beeindruckt vom großen Zuspruch, den das Festsymposium erfuhr: „Das heutige Symposium zeigt eindrucksvoll, wie groß das gemeinsame Engagement und die Unterstützung für die Integrative Medizin sind. Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer Bamberger Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde in Kombination mit dem Lehrstuhl an der Universität Duisburg-Essen einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung der modernen Medizin leisten können.“

Die Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde am Klinikum Bamberg:
Die Integrative Medizin ist eine einzigartige Verbindung von moderner, konventioneller Medizin (sog. Schulmedizin) mit gesundheitsfördernder Lebensstilmodifikation und wissenschaftlich fundierter Naturheilkunde. Sie eröffnet neue Perspektiven, die eine nachhaltige und langfristige Besserung des Gesundheitszustandes ermöglichen sollen. In der Klinik werden Patienten nach einem individuell auf sie abgestimmten Therapiekonzept behandelt. Durch die Stärkung körpereigener Ressourcen, Wissensvermittlung und die Anleitung zur Selbsthilfe kann eine nachhaltige und langfristige Beschwerdelinderung sowie eine Verbesserung bei chronischen Erkrankungen erreicht werden. Weitere Informationen zur Klinik finden Sie hier: https://www.sozialstiftung-bamberg.de/klinikum-bamberg/kliniken-und-experten/klinik-fuer-integrative-medizin-und-naturheilkunde/ 


Ansprechpartnerin für die Presse:
Sozialstiftung Bamberg
Susanne Lindner-Northey
Tel. 0951 503-11010
E-Mail: susanne.lindner-northey@sozialstiftung-bamberg.de