Die Medizinische Klinik II wird wie bisher von Prof. Dr. med. Felix Gundling chefärztlich geleitet. Zum Sektionsleiter wurde Alexander Porst berufen, der vor der Umstrukturierung bereits seit einigen Jahren als Leitender Oberarzt in der Medizinischen Klinik V tätig war.
Mit der neuen Struktur möchte das Klinikum Bamberg die Kooperation der beiden Abteilungen bei der Versorgung onkologischer Patienten intensivieren. Außerdem soll den wachsenden Anforderungen in Bezug auf Mindestmengen für bestimmte Behandlungen Rechnung getragen werden. Patientinnen und Patienten mit Tumorerkrankungen sollen die Synergien dank der Versorgung „aus einer Hand“ besser nutzen können als bisher.
Der bisherige Leistungsumfang der Hämatologie und Onkologie bleibt derselbe und umfasst die Diagnostik und die stationäre, medikamentöse Systemtherapie. Auch die vertrauten bisherigen Ansprechpartner im ärztlichen und pflegerischen Bereich bleiben.
Welche weiteren Vorteile bietet die Fusion?
„Wir erleben eine Transformation im Krankenhauswesen. Wir behandeln weniger stationäre Fälle als früher, haben allerdings jetzt neue Möglichkeiten, auch als Klinik ambulant tätig zu sein. Ein Beispiel ist die ambulante spezialfachärztliche Versorgung, kurz ASV: Sie ist ein Behandlungsangebot für Patienten, die an einer seltenen oder schweren Erkrankung mit besonderem Krankheitsverlauf leiden. Dafür müssen wir uns in ganz neue Bereiche eindenken und Versorgungsstrukturen schaffen. Hier haben wir mit einem größeren Team, das sich untereinander spezialisiert, einfach mehr Potential“, so Prof. Dr. Gundling. „Ich finde, dass in dieser größeren Klinik ‚Theorie und Praxis‘ der onkologischen Versorgung noch besser miteinander kombiniert werden können als früher: Beim Endoskopieren haben wir einen direkten Zugang zu bösartigen Tumoren, den unsere Kollegen der Hämatologie nur aus schriftlichen Befunden kennen. Umgekehrt haben sie aber ein viel größeres praktisches Verständnis, was Nebenwirkungen und Risikoprofil der Systemtherapie bei Krebserkrankungen betrifft. Hier können wir viel voneinander lernen.
Sektionsleiter Alexander Porst ergänzt: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, für unsere Patienten auch weiterhin eine schlagkräftige und gut aufgestellte Onkologie am Klinikum Bamberg vorzuhalten. Im Rahmen der neuen Struktur unter dem Dach der Medizinischen Klinik II sehe ich eine hochwertige Patientenversorgung auch für die Zukunft bestens aufgestellt.“


