Institut für Pathologie

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Feingewebliche Untersuchungen

Bei einer histologischen (feingeweblichen) Untersuchung fertigen wir von den zugesandten Gewebeproben sehr dünne Schnitte an. Diese Scheiben haben eine Dicke von zwei bis vier Mikrometer und werden über bestimmte Techniken unterschiedlich angefärbt. Bei Durchsicht im Mikroskop kann der Pathologe dann feststellen, welche krankhafte Veränderung vorliegt. Er sieht, ob es sich um eine Entzündung, um einen gutartigen Tumor oder auch um einen bösartigen Tumor handelt.

Zu den häufigsten Gewebeproben in der Histologie zählen zum einen Operationspräparate aus der Chirurgie, vor allem aber bioptische Gewebeproben mit einem Durchmesser von etwa 1 mm. Diese werden im Rahmen einer Endoskopie (Spiegelung des Magen-Darm-Traktes) mit einer kleinen Zange entnommen.

Untersuchungsgerät
Reagenzgläser

Feingewebliche Untersuchung bei bösartigem Tumor

Ein typisches Beispiel für ein Operationspräparat aus der Chirurgie ist eine Probe aus einem Magen mit Krebsbefall. Die feingewebliche Untersuchung dient zum einen der Bestätigung des bösartigen Tumors. Zum anderen erfährt der behandelnde Arzt aber auch, ob der Krebs vollständig (im Gesunden) entfernt wurde bzw. wie fortgeschritten das Krebsleiden ist. Die ist im Hinblick auf die Prognose von großer Bedeutung. Wenn ein Tumor beispielsweise auf die Darmwand beschränkt ist und die benachbarten Lymphdrüsen keine Absiedelungen (Metastasen) aufweisen, liegt eine günstige Prognose vor. Wenn jedoch sämtliche Wandschichten vom Krebs durchsetzt sind und bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) vorliegen, sind die Heilungschancen erheblich schlechter.

Durch eine histologische Untersuchung lässt sich häufig bereits im Vorfeld klären, ob ein bösartiger Tumor vorliegt und eine Operation notwendig ist. Im Falle eines Magengeschwürs werden beispielsweise über eine Magenspiegelung winzige Partikel vom Rande des Geschwürs entnommen. Nach Anfertigung von Schnittpräparaten erhält der Pathologe darüber Aufschluss, ob ein bösartiger Tumor oder ein gutartiges Magengeschwür vorliegt. Zudem kann er erkennen, ob die Magenschleimhaut vom sogenannten Magenteufel Helicobacter pylori befallen ist. Dieses Bakterium verursacht Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre. Durch den Bakteriennachweis kann er dann eine passende medikamentöse Therapie veranlassen.

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Claudia Görtler

 

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