Institut für Pathologie: Medizinische Schwerpunkte

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Medizinische Schwerpunkte

In unserer Pathologie liegt der Anteil der Obduktionen (auch Sektion oder Autopsie genannt) deutlich unter einem Prozent. Der Großteil unserer Untersuchungen betrifft die Histo-Diagnostik; das sind mikroskopische Untersuchungen von Gewebeproben aus endoskopischen Eingriffen oder Operationen. Ein Teil dieser Untersuchungen wird als Schnellschnitt-Untersuchung ­– also während der Operation des Patienten – durchgeführt. Einen großen Stellenwert nimmt auch die Zyto-Diagnostik ein: Dazu zählen z. B. mikroskopische Untersuchungen von Zellkomplexen oder von Abstrichen der Gebärmutter bei der Krebsvorsorgeuntersuchung der Frau.

Spezielle Fragestellungen

Zur Abklärung besonderer Problemfälle und Fragestellungen stehen uns hochsensitive Methoden wie die Antikörperfärbung (Immunhistochemie) zur Verfügung. Sie ermöglicht die Darstellung bestimmter Eigenschaften von Tumoren und Gewebe durch markierte Antikörper. So lassen sich bei Krebspatienten einzelne Tumorzellen unter Millionen anderer Zellen im Knochenmark nachweisen. Diese verbliebenen Tumorzellen können Ausgangspunkt für ein Wiederauftreten des Tumorleidens sein, obwohl die Patienten als geheilt und tumorfrei angesehen werden. Möglicherweise sind diese Tumorzellen aber auch ideale Angriffspunkte für eine Therapie mit gezielt gegen Tumorzellen gerichteten Antikörpern.

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