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11. Radtour pro Organspende

 

 

Einen Zwischenstopp legte die „Radtour pro Organspende“ in diesem Jahr auch am Klinikum Bamberg ein. Rund 30 Radfahrerinnen und Radfahrer, darunter Dialysepatienten, Nieren-, Bauchspeicheldrüsen-, Lungen-, Leber- und Herztransplantierte sowie eine Organspenderin hatten sich in Bayreuth auf den Weg nach Frankfurt zur Stiftung Deutsche Organspende gemacht.

Bereits seit 2007 findet die Tour statt. „Wir möchten damit auf den Organmangel in Deutschland aufmerksam machen“, so Bernd Hilpert, einer der Organisatoren. Ziel sei es, die Menschen zu ermutigen, sich eine Meinung zu bilden und diese auf dem Organspendeausweis festzuhalten, um letztlich die Zahl der Organspenden in Deutschland zu steigern. Dadurch könnten viele Wartepatienten rechtzeitig ein Leben rettendes Spenderorgan erhalten. Hilpert: „An jedem Tag sterben im Durchschnitt in Deutschland leider immer noch drei Patienten auf der Warteliste, weil der sehnlichst erwartete Anruf: 'Wir haben ein Spenderorgan für Sie!' ausbleibt.“ Ein weiteres Anliegen der Initiatoren ist es, auch den Beschäftigten in den sogenannten Entnahmekrankenhäusern wie dem Klinikum Bamberg DANKE zu sagen und ihnen den Erfolg ihrer Arbeit vor Augen zu führen. „Denn ohne Ihr Engagement kommt letztlich keine Organspende zustande“, so Peter Kreilkamp vom Orga-Team. Diesen Dank nahmen die Transplantationsbeauftragten des Klinikums, Clemens Haberer und Dr. Arne Lenz, gerne entgegen. Erst im letzten Jahr hatten die beiden Ärzte den Bayerischen Organspendepreis erhalten. „Ohne den ganz persönlichen Einsatz einzelner Menschen, die sagen, das ist eine gute Sache, wir unterstützen das jetzt, ist eine Organspende nicht möglich“, zeigten sich Dr. Lenz und Clemens Haberer überzeugt. Auch die emotionale Belastung der Kollegen sei nicht zu unterschätzen, bis hin zu den Gesprächen mit Angehörigen, die in einer für sie sehr schweren Stunde mit der Frage konfrontiert werden müssen, ob eine Organspende in Frage kommt.

Nicht zuletzt wollen sich daher die Betroffenen indirekt auch bei den Angehörigen ihrer Organspender bedanken und ihnen vermitteln, dass ihre Entscheidung fürs Leben richtig war.

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