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Ergotherapie

Die Patienten kommen überwiegend in Gruppen in unsere Abteilung, wobei die individuellen Bedürfnisse der psychisch Kranken eine differenzierte Berücksichtigung finden. Die Möglichkeit der Einzelbetreuung zu Beginn des Klinikaufenthaltes kann dem Einzelnen hierbei den Zugang zur Therapie erleichtern.

Ziele der Ergotherapie

  • Bearbeiten von Defiziten im affektiven, kognitiven und sensomotorischen Bereich
  • Förderung der individuellen Wahrnehmungsfähigkeit
  • Verbesserung der Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit
  • Erwerb sozialer Kompetenzen
  • Verbesserung der Ausdrucksfähigkeit

Ergotherapie  ist bei folgenden Krankheitsbildern indiziert

  • Depressionen
  • Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Suchterkrankungen
  • Gerontopsychiatrische Erkrankungen, z.B. Demenz

Ergotherapeutische Behandlungsformen:
1. Handwerk
Gruppen- und Einzeltherapie, in der die handwerkliche Tätigkeit als Mittel im Vordergrund steht. Anhand verschiedener Techniken und Materialien (Ton, Holz, Rohr, Seide, Speckstein u.v.m.) erhält der Patient Anregungen, die er zur Förderung seines Gesundungsprozesses umsetzen kann.

Zielsetzungen:

  • Steigerung des Antriebs
  • Selbstwertgefühl aufbauen
  • Umgang mit Kritik üben / Kritikverträglichkeit lernen
  • Problembewältigung üben
  • Verantwortung übernehmen
  • Hobbyfindung

2. Kognitives Training
Fördern z.B. von:

  • Konzentration
  • Merkfähigkeit
  • Wahrnehmung
  • Informationsverarbeitung
  • Gedächtnisleistungen

3. Gruppentherapie mit gestalterischen Mitteln
Diese Therapieform bietet dem Patienten die Möglichkeit, sich zu einem vorgegebenen Thema nonverbal mit der eigenen Situation und Problematik auseinanderzusetzen. Als Medium können hierzu u.a. Farben oder Ton dienen.

4. Lebenspraktisches Training
Zum Erreichen größtmöglicher Selbständigkeit in Haushalt, Beruf und Alltag (siehe auch unter: Arbeitstherapie.