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Neurostimulation

In einem überregionalen Versorgungszentrum werden in der psychiatrischen Klinik schwer und chronisch Kranke behandelt, denen mit den klassischen Therapiemethoden bisher unzureichend geholfen werden konnte. Als Schwerpunktleistung des Hauses werden diesen Patienten nichtinvasive Stimulationsverfahren angeboten, mit denen die Hirnfunktion durch Magnetfelder oder elektrische Entladungen normalisiert werden kann. Nahezu zwei Dutzend Behandlungen pro Tag werden durch spezialisierte Ärzte mit hervorragenden Therapieeffekten und, auf Grund umfassender Erfahrung, mit einem Minimum unerwünschter Wirkungen durchgeführt.

Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS)
Die rTMS eignet sich zur gezielten Stimulation umschriebener Hirnareale und verbundenen Nervennetzwerken. Davon profitieren Patienten mit therapieresistenten Depressionen oder chronischen Ohrgeräuschen (Tinnitus). Mittels einer stromdurchflossene Spule wird ein umschriebenes magnetisches Feld aufgebaut. Serien („repetitiv“) von Impulsen mit einer Dauer von Millisekunden können den Schädelknochen ohne jegliche Schädigung („nichtinvasiv“) nahezu verlustfrei durchdringen und einen biologischen Stromfluss im Hirngewebe auslösen. Damit lässt sich die Aktivität dortiger Nervenzellen stimulieren (bei Depression) oder dämpfen (bei Tinnitus). Die wissenschaftliche und klinische Erfahrung zeigt eine nahezu hundertprozentige Verträglichkeit dieses Verfahren bei einer etwa sechzigprozentigen Besserungschance.

Elektrokonvulsionstherapie
Dieses seit Jahren bekannte und hocheffektive Therapieverfahren arbeitet mit der Induktion überschwelliger Entladungen der Nervenzellen des Gehirns im Sinne eines kurzen Krampfanfalls. Eine hohe Erfolgsquoten von 70% bei sonst therapieresistenten Patienten mit einer Depression und schnelle Wirkungen bei schwer wahnhaft oder stuporöser Depression sowie katatoner oder therapieresistent produktiver Schizophrenie zeichnen dieses Therapieverfahren aus.
Die Klinik ist Qualitätszentrum für die EKT-Behandlung, in dem mehr als ein Dutzend Patienten pro Tag von einem multiprofessionellen Team nach einem streng strukturierten Vorgehen und modernsten Anwendungsparametern behandelt werden. In den letzten 10 Jahren wurde keine einzige schwerwiegende, unerwünschte Wirkung beobachtet.

Lichttherapie
Die Klinik verfügt über umfassende lichttherapeutische Systeme, mit denen helles weißes Licht als Therapeutikum bei Depressionen verabreicht wird. Vor allem in den Wintermonaten profitieren zahlreiche Patienten von diesem nebenwirkungsarmen Therapieverfahren.

Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS)