Zu den Inhalten springen

Kryotherapie (Vereisung) von Blutschwämmen

An der Kinderklinik Bamberg werden seit mehr als 18 Jahren Kryotherapien (Vereisung) von Blutschwämmen, Warzen, Dellwarzen sowie anderen Gefäßfehlbildungen der Haut durchgeführt.

Blutschwämme (Hämangiome) sind gutartige Fehlbildungen des Gefäßsystems, die in den ersten Lebenswochen auftreten und im 1. Lebensjahr eine starke Wachstumstendenz aufweisen. Mädchen sind dreimal so häufig wie Jungen betroffen.

Hämangiome können sich nach dem 1. Lebensjahr spontan zurückbilden, jedoch auch keine Rückbildungstendenz aufweisen und sogar weiter wachsen. Aus diesem Grund sollten alle schnell wachsenden Hämangiome vor allem im Gesicht und im Windelbereich behandelt werden.

Bei der Kryotherapie von Hämangiomen werden Metallstäbe in flüssigem Stickstoff auf minus 196 Grad abgekühlt. Anschließend wird der Blutschwamm ca. 10 bis 15 Sekunden mit dem Metallstab berührt. Hierdurch entsteht eine lokale Erfrierung, die den Blutschwamm zerstört. Je nach Grösse der Hämangiome sind ein oder mehrere Sitzungen im Abstand von 3 Wochen erforderlich. Die Therapie ist schmerzfrei und ohne Komplikationen durchführbar.

Bisher wurden seit 1992 jährlich mehr als 250, das heißt insgesamt über 4500 Patienten mit gutem Erfolg behandelt. Sehr große Blutschwämme, bei denen die Kryotherapie nicht möglich ist können mit gutem Erfolg mit geeigneten Medikamenten wie zum Beispiel Betablockern behandelt werden. Die medikamentöse Einstellung erfolgt unter stationären Bedingungen. Mit dieser nebenwirkungsarmen Methode kann auch bei großen Blutschwämmen ein kosmetisch gutes Ergebnis erzielt werden.

Die Kryotherapien werden von Prof. Dr. Deeg und Mitarbeitern durchgeführt.

Kryotherapie von Blutschwämmen