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Elektroenzephalografie (EEG)

Verbindungen von Hirn- bzw. Nervenzellen lassen sich in gewisser Weise mit Schaltkreisen in der Elektronik vergleichen. Die Weiterleitung von Informationen erfolgt mittels elektrischer Entladungen. Das EEG zeichnet elektrische Ströme aus dem Bereich der Hirnoberfläche auf ("Hirnstromkurve").

Die Ableitung erfolgt über Elektroden, die mit einer Haube am Kopf befestigt werden.  Die Untersuchung ist ungefährlich; sie dauert etwa eine halbe Stunde, gelegentlich auch länger.

Das EEG hat seine wichtigste Anwendung bei der Diagnostik von Anfallsleiden (Epilepsie), bei denen die Hirnstromkurve typische Veränderungen aufweisen kann. Der Arzt erhält wichtige Informationen über Ort und Schwere des Anfallsleidens, die zur Planung einer erfolgversprechenden Behandlung notwendig sind. Bedeutung haben EEG-Ableitungen auch bei Kopfverletzungen, Hirnkrankheiten, Hirnhautentzündungen, Vergiftungen und Hirntumoren.

EEG und EEG-Kurven

Da bestimmte EEG-Veränderungen bei Müdigkeit oder im Schlaf besser hervortreten, werden oft auch "Schlafentzugs-EEGs" abgeleitet. In diesem Fall wird der Patient in der zweiten Nachthälfte wachgehalten (bei Kindern am besten durch die Eltern), bei entsprechender Müdigkeit wird dann morgens während des Einschlafens das EEG aufgezeichnet.

Da im Kindes- und Jugendalter Krampfanfälle relativ häufig sind, auch Probleme wie Entwicklungsstörungen oder chronische Kopfschmerzen öfters anzutreffen sind, ist das EEG gerade in dieser Altersgruppe eine häufig durchgeführte und sinnvolle Untersuchung.


Pro Jahr werden an der Kinderklinik Bamberg mehr als 1.000 EEG-Untersuchungen stationär und ambulant durchgeführt. Auswertung: OA Dr. U. Glöckel

EEG-Ableitung

Frau Blechinger, Frau Burkard

Terminvergabe für ambulante Untersuchungen unter
Tel.: 0951 / 503-12723