Oft wird eine Erweiterung der Hauptschlagader (Aortenaneurysma) rein zufällig im Rahmen von Ultraschalluntersuchungen des Bauches oder der Nieren entdeckt. Dieses Verfahren eignet sich deshalb sehr gut als Vorsorgeuntersuchung, um ein Aortenaneurysma rechtzeitig zu entdecken und ist ab einem Lebensalter über 50 Jahren zu empfehlen.
Menschen mit einem Aortenaneurysma haben oft keinerlei Beschwerden. Nur sehr selten äüßern sie Rücken- oder Bauchschmerzen oder eine tastbare, pulsierende Schwellung im Bauch.
Die Gefahr eines großen Aneurysmas, wenn es eine bestimmte Größe erreicht hat ist, dass es einreißt („platzt“ = Ruptur), was dann rasch zu innerem Verbluten führen kann. Im Falle einer solchen Ruptur erreicht nur jeder zehnte Betroffene das Krankenhaus lebend, die nachfolgende Notfalloperation überlebt nur maximal jeder zweite. Das macht deutlich, weshalb es sich lohnt, ab einem gewissen Alter routinemäßig nachzusehen, ob ein Aneurysma vorliegt.
Damit es gar nicht erst so weit kommt , kann ein solches Aneurysma durch einen gut geplanten operativen Eingriff behoben werden. Oft ist dafür nicht mal mehr ein großer Bauchschnitt erforderlich, weil das Aneurysma heutzutage meist durch einen "Stent", sozusagen "von innen" behandelt werden kann.
Eine solche Operation wird ab einem Aneurysmadurchmesser von 5cm empfohlen. Bei kleineren Aneurysmen kann abgewartet, da das Risiko einer Ruptur noch sehr gering ist. Ihr Durchmesser wird in regelmäßigen Abständen mit Ultraschalluntersuchungen und/oder Computertomographie kontrolliert.

Anatomie der Aorta