Akute arterielle Verschlüsse der Arterien der Extremitäten zählen zu den gefäßchirurgischen Notfällen. Schwere und Ausmaß des Krankheitsbildes entscheiden über die Prognose bezüglich des Erhaltes der Extremität und über die Sterblichkeit.
Die Schwere des Krankheitsbildes wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Je größer das durchblutungsgestörte Areal ist, je weniger Umgehungskreisläufe es gibt, und je länger die Zeit bis zur Wiederherstellung des Blutflusses ist, desto schlechter ist die Prognose. Auch das biologische Alter des Patienten, seine Vorerkrankungen, sowie sonstige Risikofaktoren spielen eine Rolle.
Entstehung
Ursächlich für einen akuten Verschluss ist in der Regel eine arterielle Embolie oder eine arterielle Thrombose:
Seltene Ursachen eines akuten Gefäßverschlusses:
Phlegmasia coerulea dolens
Eine Sonderform des akuten Gefäßverschlusses stellt die Phlegmasia coerulea dolens dar. Bei diesem sehr seltenen Krankheitsbild kommt es zu einer ausgedehnten Thrombose der Arm- oder Beinvenen. Der Abfluss des Blutes aus der Extremität kommt nahezu zum Erliegen. Dadurch schwillt der Armes oder das Bein massiv an. Diese Druckerhöhung im Gewebe führt dann wiederum zu einem Zusammendrücken (Kompression) der Arterien mit nachfolgender arterieller Durchblutungsstörung der Extremität.
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