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Der Blutkreislauf

Um Erkrankungen und deren Diagnostik am Gefäßsystem zu verstehen, ist es nützlich, etwas über das Erfolgsorgan dieser Erkrankungen zu wissen: den Blutkreislauf.

Bestandteile Blutkreislauf
Unterschieden wird das arterielle und das venöse Kreislaufsystem, aber auch das Hochdruck- und das Niederdrucksystem. Bei Letzterem gehören alle Arterien bis auf die Lungenarterien dem Hochdrucksystem an, alle Venen und die Lungenarterien zählen zum Niedrigdrucksystem. Im Hochdrucksystem herrscht ein Druck von ca. 80 - 120 mmHG, im Niederdrucksystem ein weitaus kleinerer Blutdruck von ca. 5 - 10 mmHG. Treibende Kraft im Kreislaufsystem ist das Herz als zentrale Pumpe, als Transportmittel für Sauerstoff, Kohlendioxid, Nähr- und Abfallstoffe, Wärme etc. dient das Blut, welches ca. 10% des Körpergewichts ausmacht (d.h. ca. 5-8 Liter).

Anatomie des Blutkreislaufsystems

Alle Zellen sind von der Sauerstoffversorgung abhängig. Kommt diese zum Erliegen, sterben die Zellen ab. Die Latenzzeiten bis es zu dieser Katastrophe kommt sind allerdings sehr verschieden. Das Gehirn verträgt nur sehr kurze Zeiten ohne Blutversorgung, nach 3 Sekunden wird man bereits bewusstlos. Unsere Beine halten durchaus mal 3 - 6 Stunden aus.

Aus dem Letztgesagten wird klar, dass Verengungen oder Verschlüsse im Bereich des Blutkreislaufes zu schlimmen Folgen führen können: Im Gehirn zum Schlaganfall, im Herzen zum Herzinfarkt, im Bauch zu einem Darminfarkt oder Niereninfarkt, im Bein zu Raucherbeinen.

Beim Menschen beträgt die Strecke der Blutgefäße incl. der Kapillaren aneinander gereiht unglaubliche 100.000 Kilometer, Angriffsfläche für Erkrankungen besteht also genug!