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Labormedizin, Mikrobiologie

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Dr. Bernhard Steinbrückner
Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Hämostaseologie, Bluttransfusionswesen und Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie

Tel.: 0951 / 70036211
Fax: 0951 / 70036215
E-Mail: MVZ-Labor@sozialstiftung-bamberg.de 

Sprechzeiten

nach Vereinbarung

Probenannahme:
24 Stunden täglich im Klinikum am Bruderwald, Buger Straße 80, Ebene 3 (der Ausschilderung "Labor" folgen)

Immunhämatologie (Blutgruppenserologie)

In der Immunhämatologie werden Untersuchungen zur Bestimmung der Blutgruppe sowie der Rhesus-Formel durchgeführt. Antikörpersuchtests dienen der Erkennung von irregulären Antiikörpern, welche andernfalls Unverträglichkeitsreaktionen bei Bluttransfusionen auslösen könnten. Falls solche irregulären Antikörper vorliegen, wird ihre Spezifität bestimmt, um entsprechend antigenfreie Blutprodukte zur Transfusion auswählen zu können und damit Unverträglichkeiten zu vermeiden. Ausserdem wird im immunhämatologischen Labor die Verträglichkeit jedes einzelnen für einen Patienten bereitgestellten Erythrozytenkonzentrates mit dem Blut des Empfängers überprüft, um das Risiko einer Transfusionsreaktion zu minimieren.

Das immunhämatologische Labor arbeitet eng mit dem Blutdepot des Klinikums Nürnberg zusammen. Dadurch können unseren Einsendern passende und verträgliche Blutkonserven zur Transfusion zur Verfügung gestellt werden. Stationäre Einweisungen allein zur Transfusion von Blutkonserven sind damit nicht mehr nötig.

Klinische Chemie mit Immunologie, Hämatologie und Hämostaseologie

Die Abteilung Klinische Chemie mit Immunologie, Hämatologie und Hämostaseologie bietet ein umfangreiches Analysenspektrum. Das häufigste Untersuchungsmaterial in dieser Abteilung sind Blutproben, daneben werden aber auch andere flüssige Materialien wie Urin, Liquor oder Punktate aus Körperhöhlen oder Gelenken auf ihre Zusammensetzung untersucht.

Im Bereich Klinische Chemie werden häufig und bei Notfällen besonders dringend benötigte Parameter bestimmt, wie z.B.:

  • Leber- und Nierenwerte, Fette (u.a. Cholesterin), Eiweiß, Blutsalze, Entzündungswerte und Spurenelemente
  • Blutgase
  • Kardiale Diagnostik (z.B. bei Verdacht auf Herzinfarkt)
  • Medikamentenspiegel (Drug Monitoring)

Im Bereich Immunologie werden eine Vielzahl unterschiedlicher Analysen der Immunchemie durchgeführt wie z.B.:

  • Schilddrüsendiagnostik
  • Autoimmundiagnostik
  • Hormone
  • Stoffwechselprodukte
  • Vitamine
  • Tumormarker
  • elektrophoretische Trennverfahren: Eiweißelektrophorese, Immunfixations-Elektrophorese, isoelektrische Fokussierung
  • Infektionsserologie (z.B. Hepatitis, HIV, Borrelien)

Gegenstand des Bereiches Hämatologie ist die Zählung und Differenzierung der Zellen des menschlichen Blutes. Dies beinhaltet die Diagnostik der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), weißen Blutkörperchen (Leukozyten), Blutplättchen (Thrombozyten) mit ihren Vorstufen und krankhaften Veränderungen bis hin zum Blutkrebs (Leukämie). Die hier tätigen Mitarbeiterinnen werden bei ihrer Arbeit durch hochmoderne Analysengeräte sowie ein EDV-basiertes Expertensystem unterstützt. Trotzdem ist die Mikroskopie des Blutausstriches durch eine in der Hämatologie erfahrene Assistentin sowie den Laborarzt nach wie vor zur Diagnosefindung unverzichtbar. Außerdem wird in diesem Bereich parasitologische Diagnostik (Malaria) durchgeführt.

Gegenstand des Bereichs Hämostaseologie (Blutgerinnung) ist die Untersuchung der Gerinnbarkeit des Blutes. Sie ist besonders wichtig bei Erkrankungen, welche mit einer verminderten Gerinnbarkeit (Blutungsneigung) oder erhöhten Gerinnbarkeit (z.B. Thrombose, Embolie) einhergehen. Hier wird sowohl die gesamte Gerinnungsbereitschaft des Blutes mit Hilfe so genannter "Globaltests" als auch die Konzentration einzelner Gerinnungsfaktoren bestimmt. Da die Thrombozyten (Blutplättchen) einen wesentlichen Beitrag zur Blutgerinnung leisten, wird hier auch die Funktionsfähigkeit dieser wichtigen Zellen untersucht.

Mikrobiologie und Infektiologie

Eine Untersuchung im mikrobiologischen Labor wird vom behandelnden Arzt beim Verdacht auf das Vorliegen einer Infektionskrankheit veranlasst. Diese kann z.B. die Atemwege bis hin zur Lungenentzündung, die Harnwege oder Blase, den Darm, Wunden oder die Haut betreffen. Im ungünstigsten Fall können sich Krankheitserreger über das Blut im gesamten Körper ausbreiten (Sepsis). Die häufigsten Untersuchungsmaterialien sind Abstriche von Wunden, Urin, Stuhl, Sekrete der Atemwege, Punktate, Liquor, Muttermilch, Gewebeproben (Biopsien) und Blutkulturen.

Aus diesen Untersuchungsmaterialien können Krankheitserreger wie Bakterien einschließlich der Erreger der Tuberkulose, Pilze, Parasiten, Würmer oder Viren nachgewiesen werden. Hierzu kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz, wie z.B.:

  • mikroskopische Untersuchung
  • kulturelle Anzucht und Vermehrung der Mikroorganismen
  • immunologischer Nachweis von Erregern oder von diesen abgegebenen Giftstoffen
  • molekularbiologische Untersuchung (PCR) auf das Vorliegen bestimmter Krankheitserreger


Konnte ein Keim als möglicher Erreger einer Infektion nachgewiesen werden, so erfolgt, wann immer möglich und nötig, eine Bestimmung der Empfindlichkeit gegen Antibiotika. Nur so ist die Auswahl eines optimal wirksamen und nebenwirkungsarmen Medikamentes möglich.

Zur Durchführung der richtigen mikrobiologischen Diagnostik sowie dem sinnvollen Einsatz von Antibiotika bietet das Institut für Labormedizin seinen Einsendern umfangreiche Beratungsleistungen vom telefonischen Fachgespräch bis zur klinischen Visite an.

Neben der Untersuchung menschlicher Materialien werden im mikrobiologischen Labor auch klinikhygienische Untersuchungen durchgeführt. Dabei handelt es sich um die Untersuchung von Wasserproben, Bioindikatoren zur Kontrolle von Reinigungs- und Desinfektionsverfahren, Sterilitätskontrollen oder Umgebungsuntersuchungen.

Hygiene

Aufgabe der Hygiene ist die Vermeidung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten. Ziel ist, hygienische Probleme zu erkennen, Zusammenhänge festzustellen und Handlungsempfehlungen auf der Basis eigener Untersuchungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse zu geben.

Zum Angebot der Abteilung Hygiene zählen:

  • Überwachung von Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsverfahren mittels Bioindikatoren (in Zusammenarbeit mit der Abteilung Mikrobiologie und Infektiologie)
  • Fortbildungsveranstaltungen zu hygienerelevanten Themen
  • Beratung bei der Beschaffung und Aufbereitung hygienerelevanter Artikel
  • Erstellung und Pflege von Dokumenten (z.B. Hygiene-, Desinfektions- und Hautschutzpläne)

Die DAkkS begutachtet, bestätigt und überwacht als unabhängige Stelle die Fachkompetenz von Laboratorien, Zertifizierungs- und Inspektionsstellen.